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27. April 2013 / 23:00 Uhr

Anglo Irish Bank könnte nächster Fall für Zwangsabgabe werden

Unruhe herrscht derzeit am Finanzplatz Dublin. Die Anglo Irish Bank war 2010 ökonomisch in schwere Turbulenzen geraten und befindet sich in Abwicklung. Anleihenbesitzer dieser Bank müssen sich nun offensichtlich auf einen Totalausfall ihres Anlegerkapitals einstellen.

Im Jahr 2010 war von der Bank ein Verlust in Höhe von knapp 13 Milliarden Euro für das Vorjahr veröffentlicht worden. 2011 kam es zu einem Abwicklungsbeschluss für die Bank, welcher innerhalb von 10 Jahren umgesetzt werden soll. Die irische Regierung beteiligte sich mit einer Finanzspritze von vier Milliarden Euro. Die EZB punpte sogar knapp 30 Milliarden Euro in die Bank. Nun könnte den Anlegern eine Zwangsabgabe drohen.

Insider ziehen bereits Geld ab


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Insider sollen bereits ihr Geld aus der Anglo Irish Bank abgezogen haben. Der Wirtschaftssprecher der Oppositionspartei Sinn Féin, Pearse Doherty, deckte in einem Interview mit dem Irish Examiner auf, dass Firmen und Privatpersonen aus Angst vor einer drohenden Zwangsabgabe ihre Einlagen abgezogen haben. Er stelle diesbezüglich Anträge an die Regierung und begehrte Auskünfte über die Vorgänge, erhielt jedoch keine Antwort.

Verschiedene irische Medien berichteten, dass sich die Käufer von Anleihen der ehemaligen Anglo Irish Bank auf einen Totalausfall ihres eingesetzten Kapitals einstellen müssen. Die Anleihen unterliegen keinem Anlegerschutz, auch die Rentenfonds, die dort veranlagt sind, haben keinen Schutz. Sollte eine teilweise oder vollständige Zwangsabgabe auf die Sparer zukommen, dann wären auch die Opfer dieser gigantischen Bankenpleite.


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