Die Visgrád-Staaten verlangen, dass Migranten bereits in Afrika gestoppt werden (Symbolfoto).

15. Dezember 2017 / 16:03 Uhr

Visegrád-Staaten stellen Libyen 35 Millionen Euro für Grenzschutz zur Verfügung

Die unkontrollierte Massenwanderung in die EU sorgt beim derzeit in Brüssel stattfindenden Gipfeltreffen für Diskussionsstoff. Die Visegrád-Staaten verteidigen weiterhin vehement ihre Interessen.

EU-Außengrenzen müssen besser gesichert werden

Die vier Visegrád-Staaten Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei wollen Libyen mit 35 Millionen Euro bei der Sicherung seiner Grenze unterstützen. Dies teilte die Staatengruppe im Vorfeld des EU-Gipfeltreffens in Brüssel dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit. Mit dem Geld sollen vor allem die libyschen Sicherheitskräfte für den Grenzschutz geschult werden.


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Laut dem slowakischen Premier Robert Fico sei es zu spät, erst in der EU die Flüchtlingsbewegung zu stoppen. Dies müsse bereits in den Herkunftsländern geschehen. Die Visegrád-Länder lehnen Quoten zur Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb Europas ab.

Unterstützung von EU-Ratspräsident Tusk

Bereits am Dienstag hatte EU-Ratspräsident Donald Tusk mit einem Positionspapier indirekt die ablehnende Haltung der vier Visegrád-Staaten unterstützt. Er bezeichnete die Umverteilung von Flüchtlingen in der EU über ein Quotensystem als “ineffektiv” und “höchst umstritten”. Der für Migration zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos bezeichnete das Papier postwendend als “anti-europäisch” und “nicht hinnehmbar”.
 


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