Jener vermeintliche Islamist, der vor der israelischen Botschaft in Belgrad Polizisten angegriffen hatte und daraufhin von den Sicherheitskräften erschossen wurde, war in München wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen und abgeschoben worden – wo er wieder auf freiem Fuß war.
Ermittlungen in München
Nach Angaben der Münchner Staatsanwaltschaft soll Dario N. den St.-Jakobs-Platz ausgespäht und versucht haben, Waffen für einen Anschlag auf das Jüdische Museum zu beschaffen. Auch soll er Symbole des Islamischen Staates verbreitet und eine Anleitung für ein Attentat besessen haben. Der damals 17-Jährige wurde am 22. Juni 2026 festgenommen und kam in Untersuchungshaft.
Schon am 24. Juli wurde der Jugendliche nach Serbien abgeschoben, wo seine Mutter lebte. Über die konkreten Erwägungen hinter dieser Entscheidung berichten die vorliegenden Quellen nur begrenzt. Fest steht: Drei Monate später kam es in Belgrad – wie berichtet – zum tödlichen Angriff.
Messerangriff vor der Botschaft
In der Nacht auf den 28. Oktober näherte sich Dario N. der israelischen Botschaft in Belgrad, schwarz gekleidet und mit zwei Messern bewaffnet. Dabei rief er „Allahu Akbar“ und stürzte sich auf den Polizisten, der die Botschaft bewachte. Der Beamte wurde an der Wange verletzt und erschoss den Angreifer. Die serbische Staatsanwaltschaft erklärte zunächst, der Vorfall könne nach vorläufigen Erkenntnissen als Terrorangriff eingestuft werden; sie ordnete Ermittlungen zu Motiv und möglichen Verbindungen an.
Serbiens Innenminister Ivica Dačić erklärte, der Angreifer sei den Sicherheitsbehörden als IS-Anhänger aufgefallen. Nach dem Angriff wurde die Terrorwarnstufe auf Rot angehoben und die Polizei an wichtigen Orten verstärkt.
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