SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler ist nach einer regelrechten Kampagne der Kronen Zeitung (fast) Geschichte, schon hat sich das Blatt ein neues „Opfer“ in der Verlierer-Ampel gesucht: Regulierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn von den Neos. Zum wiederholten Mal erhielt er den Titel „Kasperl der Woche“.
Längere Ladenöffnungszeiten
Warum Schellhorn wieder zum „Kasperl der Nation“ gekürt wurde? Weil er längere Ladenöffnungszeiten forderte. „Der Sonntag“, unterstellt ihm das Kleinformat, „ist dem Sonntagspolitiker dabei überraschenderweise nicht so wichtig“. Böse schrieb die Krone weiter:
Der Deregulierungs-Staatssekretär, der sich im Sommer vor allem urlaubsbedingt aus seinem Büro dereguliert hat, bezieht ein monatliches Gehalt von 17.165 Euro brutto für … Das steht in den Sternen.
Mitleid hält sich in Grenzen
Jetzt ist die Leistung des Neos-Politikers in der allgemeinen Wahrnehmung nicht besonders auffällig, weshalb sich das Mitleid der Kronen-Zeitung-Leser mit Sepp Schellhorn wohl in Grenzen halten wird. Manche, die weniger das betreute Denken, sondern mehr die eigene Meinung bevorzugen, werden aber die „Jury“ hinterfragen, die für die Vergabe des „Kasperl der Woche“ verantwortlich zeichnet.
Lob für Marterbauer
Grund: Auf der prominenten Seite zwei des Blatts wird SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer hochgelobt. Wofür? Weil er nach Informationen der Kronen Zeitung einen Gebühren-Stopp verhängen wolle. Reisepass, Autozulassung und Führerschein sollen demnach 2027 nicht der Inflation angepasst werden.
Bürgern geht Geld aus
Dass die Krone den designierten Vizekanzler und damit Nachfolger von Andreas Babler so abfeiert, ist schwer nachzuvollziehen. Schnellten die Gebühren im Vorjahr doch derart in die Höhe (um knapp 50 Prozent!), dass der Verlierer-Ampel gar nichts anderes übrig blieb, als jetzt auf die Bremse zu steigen. Denn den Bürgern geht einfach das Geld aus.
Ein Schelm, wer glaubt, dass die Kronen Zeitung deshalb Schellhorn und nicht Marterbauer zum „Kasperl der Woche“ gewählt hat, weil die Regierung ein millionenstarkes Medienpaket geschnürt hat, dem der SPÖ-Finanzminister zustimmen musste und von dem auch das Kleinformat profitiert.
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