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ÖVP-Kanzler Christian Stocker (rechts) und sein baldiger Vize Markus Marterbauer (SPÖ) schütten einen Millionen-Regen über die Medien. Ob das die Dreierkoalition beliebter macht?

ÖVP-Kanzler Christian Stocker (rechts) und sein baldiger Vize Markus Marterbauer (SPÖ) schütten einen Millionen-Regen über die Medien. Ob das die Dreierkoalition beliebter macht?

50 Millionen, damit Medien die Verlierer-Ampel wieder lieb haben?

Beim „Arbeitstreffen“ der Verlierer-Ampel am Samstag wurde das Uni-Budget gekürzt und ein „Zukunftsdepot“ für ungeborene Kinder beschlossen. In der Öffentlichkeit ein wenig untergegangen sind jene 50 Millionen Euro, die ÖVP, SPÖ und Neos den Medien zukommen lassen. Handelt es sich dabei um einen „Medienkauf“ für eine angenehmere Berichterstattung?

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Boulevard ging mit Regierung hart ins Gericht

Sieht man einmal von den „Qualitätsmedien“ wie Der Standard und Falter und dem „Propaganda-Sender“ der Regierung, dem ORF, ab, hatten die Medien der Dreierkoalition bisher wenig Positives abgewinnen können. Zu Recht wurde kritisiert, dass ÖVP-Kanzler Christian Stocker, SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler und Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger für Österreich wenig weitergebracht hätten. Maßnahmen etwa gegen die Teuerung erwiesen sich reihenweise als Rohrkrepierer. 

Vor allem der Boulevard ging mit der Verlierer-Ampel hart ins Gericht. Man attestierte der Regierung „Handlungsunfähigkeit“ und es wurde offen über Neuwahl-Szenarien geschrieben. 

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Millionen-Regen für Medien

Wird sich diese negative Berichterstattung jetzt ändern, nachdem ÖVP, SPÖ und Neos tief in die Steuergeld-Tasche gegriffen und ein Medienpaket mit 50 Millionen Euro geschnürt haben?

26,5 Millionen Euro fließen unter dem Titel „Zustellförderung“ in die Verlagshäuser, 24 Millionen Euro unter dem Titel „Digitaltransformationsförderung“. Nicht offiziell im Medienpaket: Weitere drei Millionen Euro pro Jahr werden für „Medienkompetenzförderung“ zur Verfügung gestellt. Und sieben Millionen Euro für das Lieblingsprojekt von Medienminister Babler, einer jungen Zielgruppe journalistische Angebote zu machen (was immer das auch bedeutet). 

Krone unterstellt Koalition „fehlende Kraft“

Die Kronen Zeitung, bis dato scharfe Kritikerin der Ampel, ließ sich vom Millionenregen für Medien nicht weiter beeindrucken. Heute, Dienstag, unterstellte deren Chefredakteur Klaus Herrmann der Koalition fehlende Ideen, fehlende Rezepte und fehlende Kraft, um Projekte wie die Wehrdienstreform umzusetzen und die umstrittene Paketsteuer wieder abzuschaffen.

Tatsächlich wäre es wenig glaubhaft, würde die Krone wegen „ein paar Netsch“ (Copyright SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer), die ihr das Medienpaket beschert, plötzlich zum Hüter einer Regierung, in der ihr „Liebkind“ Andreas Babler sitzt. 

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