Neue Fächer, neue Lehrpläne – und zu wenig Vorbereitung: FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl stellt der Lehrplanreform ein „Nichtgenügend“ aus. Die überhastete Einführung schaffe massive Unsicherheit bei Lehrern, Schülern und Eltern.
Zwei neue Fächer für die AHS-Oberstufe
Konkret geht es um die geplanten Unterrichtsgegenstände „Medien und Demokratie“ sowie „Informatik und Künstliche Intelligenz“. Der Nationalrat hat die dafür nötige Änderung des Schulorganisationsgesetzes im Juli beschlossen. Starten sollen die neuen Fächer im Schuljahr 2027/28.
Brückl kritisiert, dass die Reform ohne ausreichende Vorbereitung eingeführt werde. Seine Sorge: Die Neuerungen könnten zusätzliche Unsicherheit in die Schulen tragen, während Lehrer, Schüler und Eltern mit den Folgen zurechtkommen müssten.
Lehrpläne noch nicht endgültig festgelegt
Auch die Details sind noch offen: Laut dem Parlament sind die Lehrpläne noch nicht endgültig fixiert; ein Verordnungsentwurf befindet sich in Begutachtung. Geplant ist, Informatik um Inhalte zu künstlicher Intelligenz (KI) zu erweitern und mit „Medien und Demokratie“ einen neuen Pflichtgegenstand einzuführen.
Die Ampel-Regierung begründet die neuen Schwerpunkte mit gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen. NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr erklärte im Parlament, die Fächer sollten die Allgemeinbildung stärken und junge Menschen unter anderem mit Medien, Demokratie und künstlicher Intelligenz vertraut machen. Brückl hält dagegen: Neue Lehrplaninhalte müssten gut vorbereitet sein und im Schulalltag funktionieren.
Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:
Kommentare erscheinen zu Kanalbeiträgen mit freigeschalteter Diskussion (ohne Bot-Button unter dem Post).
Telegram-Diskussion — nicht automatisch geladen.