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Gebetsteppiche und rituelle Fußwaschungen gehören zum Alltag in den AMS-Kursen. Wer dagegen auftritt, muss offenbar damit rechnen, gefeuert zu werden (Symbolbild).

Gebetsteppiche und rituelle Fußwaschungen gehören zum Alltag in den AMS-Kursen. Wer dagegen auftritt, muss offenbar damit rechnen, gefeuert zu werden (Symbolbild).

Deutschtrainer im AMS-Kurs gefeuert, weil er Muslimin nicht zu Prüfung zuließ

Während die Politik über Kopftuchverbot und Verbot des „Politischen Islam“ diskutiert, geht es in Schulen und Bildungsagenturen rund. Jetzt wurden Skandale öffentlich, nachdem ein Deutschlehrer nach einem Konflikt mit einer Muslimin seinen Job verloren hatte. 

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Gebetsteppiche und rituelle Fußwaschungen

Der Lehrer, der anonym bleiben möchte, schilderte gegenüber Heute schier Unglaubliches. Er berichtete von Antisemitismus, Gebeten in Kursräumen und Gängen, Gebetsteppichen, rituellen Fußwaschungen sowie von Teilnehmern, die Messer bei sich gehabt hätten. Auch frauenfeindliche Einstellungen und islamische Tendenzen seien seiner Darstellung nach nicht ausreichend unterbunden worden. 

Konflikt um Gebetsraum

Kaum zu glauben: Eine Türkin regte sich darüber auf, dass es in der Bildungsagentur, die für das AMS tätig ist, keinen Gebetsraum gibt. Diese Frau soll laut dem Deutschlehrer wiederholt christliche und kurdische Teilnehmer beleidigt und das Osmanische Reich glorifiziert haben. Schließlich habe er diese Äußerungen unterbunden und ihr erklärt, dass Politik und Religion im Kurs keine Rollen spielen würden. 

Vierseitiger Beschwerdebrief

Die Rache der Muslimin folgte auf den Fuß: Als sie erfuhr, dass der Deutschlehrer sie wegen fehlender Sprachkenntnisse nicht für eine Prüfung auf A2-Niveau anmelden wollte, beschwerte sich die Frau mit einem vierseitigen Beschwerdebrief bei der Gleichstellungsbeauftragten. In diesem Schreiben warf sie dem Lehrer, 55, der schon seit 16 Jahren in der Agentur arbeitet, Islamophobie und Rassismus vor. 

Angst vor wirtschaftlichen Folgen

Dieser Konflikt endete mit dem Rauswurf des Deutschlehrers. „Mein Chef kündigte mich, obwohl ich jeden einzelnen Vorwurf widerlegte und dafür sogar den Rest des Kurses als Zeugen hatte“, wunderte sich der Mann. Sein Chef habe diesen Schritt – allen Ernstes – mit der heiklen Situation rund um die Gleichstellungsstelle und möglichen wirtschaftlichen Folgen für den Bildungsdienstleister begründet. 

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