Neue Bäume, eine Fußgängerzone, Wasserspiel und eine kleine Bühne: Was am Aumannplatz in Wien-Währing entstehen soll, ist ein links-grünes Spektakel.
Eine halbe Million für das öffentliche WC
Wie immer: Auf Kosten des Steuerzahlers, nämlich um rund 3,2 Millionen Euro. Allein der Straßenbau soll 1,5 Millionen Euro verschlingen, die neue WC-Anlage weitere 500.000 Euro.
Umgebaut werden soll schon im März 2027. Doch es gibt erhebliche Proteste.
Verkehr verschwindet nicht durch eine Fußgängerzone
Der Kern des Konflikts ist die Verkehrsführung. An der Währinger-Straßen-Seite des Aumannplatzes soll eine Fußgängerzone entstehen. Autos müssen künftig in beiden Richtungen über die Gentzgassen-Seite fahren, was zusätzlichen Verkehr erzeugt.
Die Verbindung zum Gürtel bleibt damit zwar erhalten, die bisherige direkte Durchfahrt entlang der südlichen Platzseite entfällt.
Zusätzliche Verkehrsbelastung
Für die Gegner ist damit das Problem keineswegs gelöst. Sie befürchten Rückstaus, Ausweichverkehr und zusätzliche Konflikte im umliegenden Straßennetz.
Der Währinger FPÖ-Obmann Udo Guggenbichler bringt seine Kritik so auf den Punkt:
Das Verkehrschaos wird damit nicht beseitigt, sondern nur verschoben.
Wiener Linien für das Projekt
Umso erstaunlicher ist die laut offizieller Projektinformation kolportierte Unterstützung der Wiener Linien für das Projekt. Denn wenn der gesamte motorisierte Verkehr in der Gentzgasse geführt wird, wo die Straßenbahn fährt, dürfte dies erhebliche Behinderungen für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel bedeuten.
Bürgerbeteiligung gefordert
Grüne und SPÖ bleiben dabei: es soll umgebaut werden, auch gegen den Willen der Bürger. SPÖ-Bezirksparteivorsitzender Michael Trinko bezeichnet den Aumannplatz als „eines der zentralen Projekte unseres Arbeitsübereinkommens“.
Schon im Mai berichtete der Kurier über Kritik von ÖVP und Neos am Konzept und darüber, dass sich Bezirksräte übergangen fühlten. Im September dokumentierte oe24 den weiter gewachsenen Protest. ÖVP-Klubobfrau Beate Marx erklärte: „Wer Bürgerbeteiligung ernst nimmt, darf Ergebnisse nicht ignorieren, wenn sie politisch unbequem sind“.
Bürgerversammlung abgelehnt
Am vergangenen Donnerstag schließlich lehnten Grüne und SPÖ einen gemeinsamen Antrag der Opposition auf eine Bürgerversammlung ab. ÖVP, Neos und FPÖ geben aber noch nicht auf. Sie wollen sie nun über das Minderheitenrecht erreichen.
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