Brüssel öffnet die Tür für künstlich erzeugtes Fleisch und setzt damit die Landwirte noch weiter unter Druck (Symbolbild).

17. August 2026 / 13:17 Uhr

Angriff auf die Bauern: FPÖ warnt vor Laborfleisch aus der EU

Keine Innovation, sondern ein Warnsignal: Der freiheitliche EU-Mandatar Gerald Hauser fordert ein Verbot von künstlich erzeugtem Fleisch und wirft Brüssel vor, die heimische Landwirtschaft weiter unter Druck zu setzen. Für ihn steht fest: Nicht die Bauern sollen den Preis für eine technokratische Versuchsanordnung zahlen, sondern die EU soll zurückrudern.

FPÖ setzt sich weiter auf Verbraucherschutz

Die freiheitliche Linie ist dabei nicht neu. Schon 2023 brachten Hauser und FPÖ-Mandatar Peter Schmiedlechner im Nationalrat einen Entschließungsantrag ein, der das Inverkehrbringen von Laborfleisch bis zum Ausschluss gesundheitlicher Bedenken verhindern sollte. Das Ziel war dasselbe wie heute: Schutz der Gesundheit, Schutz der Tradition, Schutz der heimischen Produkte.

Der Streit um das Kunstprodukt

Im Raum steht ein Produkt, das wenig mit klassischem Fleisch zu tun hat. Die Landwirtschaftskammern Kärnten und Steiermark machten mit einer Petition gegen Laborfleisch mobil, die im Sommer 2025 mit fast 70.000 Unterschriften im EU-Parlament behandelt wurde. Dort verwiesen die Initiatoren auf die regionale Landwirtschaft, offene Fragen bei der Kennzeichnung und auf fehlende Langzeitstudien.

Bauern leiden, EU öffnet Tür für Laborfleisch

“Während unsere heimischen Bauern unter Dürre, explodierenden Produktionskosten, sinkenden Erträgen und immer neuen Auflagen kämpfen, öffnet die EU die Tür für” künstlich erzeugtes Laborfleisch”, beklagt Hauser. Die falsche EU-Politik dürfe nicht “zuerst unsere Landwirtschaft zerstören und dann die Ausfälle mit Laborfleisch ersetzen“ – „Das kommt für uns Freiheitliche nicht infrage!”, stellt Hauser klar.

Auch das Mercosur-Abkommen stelle eine zusätzliche Belastung für die österreichische Landwirtschaft dar. Hauser fordert daher, die regionale Lebensmittelproduktion und bäuerliche Wertschöpfung zu stärken und den Bauernstand abzusichern. Laborfleisch dürfe nicht auf Kosten traditioneller Landwirtschaft und regionaler Lebensmittelproduktion neue Märkte erobern.

Bürger nicht zu “Versuchskaninchen” machen

Hausers Forderung: Die EU-Kommission solle eine Zulassung von Laborfleisch so lange verhindern, bis mögliche gesundheitliche Risiken, langfristige Auswirkungen des Konsums und offene Fragen zur Herstellung unabhängig und umfassend geprüft wurden. Gleichzeitig sollen die einzelnen EU-Mitgliedstaaten weiterhin selbst entscheiden können, ob sie Produktion, Verkauf und Verwendung von Laborfleisch aus Gründen des Gesundheits-, Verbraucher- und Kulturschutzes verbieten oder einschränken. Hauser bezeichnet Zellkulturfleisch als künstlich erzeugte Zellmasse und warnt davor, Bürger zu “Versuchskaninchen” zu machen.

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