Ein Tag in der Polizeischule in Graz – so heißt das TikTok-Video der „Zeit im Bild“. Der ORF begleitet Polizeischüler bei ihrer Ausbildung. Was nach einer überschaubaren Reportage aussieht, wird am Ende zu einem linken Machwerk.
Linke Stereotypen im Staatsfunk
Der stellvertretende FPÖ-Sicherheitssprecher Reinhold Maier übt scharfe Kritik. Wovor die Linken sich fürchten und was sie bei jeder Gelegenheit anprangern, sei angebliche Polizeigewalt und eine angebliche „rechte Schlagseite“ bei der Polizei. Genau diese beiden Stereotypen habe die ORF-Redakteurin in den gut zweiminütigen Beitrag gepackt. Der ORF schaffe es nicht einmal bei solch unpolitischen Themen unfallfrei durchzukommen. Das sei erschreckend.
Konkret wurden die Polizeischüler im Video mit dem Thema Polizeigewalt konfrontiert. Am Ende präsentierte die Reporterin ihrem steirischen Interviewpartner die Ergebnisse der Wiener Landtagswahl – wonach es in Wahlsprengeln mit Polizeiwohnheimen besonders gute FPÖ-Ergebnisse gebe – und fragte, ob er nachvollziehen könne, dass die Polizei den Ruf habe, auf der rechten Seite zu stehen.
Politische Vereinnahmung
„Es ist ungeheuerlich, dass hier vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk solche Fragen gestellt werden, die jeder Grundlage entbehren. Ich verwehre mich gegen die politische Vereinnahmung meiner Kollegen durch den ORF!“, so Maier. Es sei schön, wenn sich der ORF für die Nachwuchsarbeit bei der Polizei interessiere. Der ORF habe aber nicht das Recht, die Polizisten in ein schiefes Licht zu rücken. Maier fordert eine Entschuldigung des ORF für den verunglückten TikTok-Beitrag.
