Das steuergeldfinanzierte Volksbad vor der Berliner Volksbühne versprach Zugang für alle. Am Freitag gilt das nicht mehr: Nur Schwarze haben Zugang, Weiße müssen draußen bleiben
Zugang für “alle”
Vor dem Theater am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte plätschert seit vergangenem Freitag ein 25 Meter langes, 1,30 Meter tiefes Pop-up-Becken. Das „Volksbad“ läuft bis Anfang Oktober, kostet rund 300.000 Euro aus dem Haushalt der öffentlich bezuschussten Volksbühne und wirbt lautstark mit Gratis-Eintritt ohne Ausweispflicht. Intendant Matthias Lilienthal sprach vom „neuen Wunder von Mitte“ und einem Zeichen gegen verfallende Infrastruktur.
Wirklich für alle?
Doch die Programmvorschau der Volksbühne macht klar, was am 14. August von zwölf bis achtzehn Uhr gilt: „In diesem Zeitraum ist das VOLKSBAD exklusiv für Schwarze Communities geöffnet.“ Anmeldung läuft über den Verein EOTO. Die Volksbühne bittet ausdrücklich, „diese kollektive Selbstbezeichnung und die damit verbundenen Räume zu respektieren“.
Steuerfinanzierte Trennung statt offenes Bad
EOTO steht für „Each One Teach One“. Der Verein organisiert als community-basierte Empowerment-Organisation Angebote vor allem für „schwarze, afrikanische und afrodiasporische Menschen”. Viele seiner Formate richten sich ausschließlich an diese Zielgruppe. EOTO erhält seit Jahren Mittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und weiteren öffentlichen Töpfen – allein in aktuellen Förderlisten tauchen Summen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro auf. Am Freitag übernimmt der Verein das Becken. Weiße Besucher müssen bis achtzehn Uhr warten, dann öffnet das Bad wieder für die Allgemeinheit.
Das Projekt selbst wird von der Volksbühne getragen, die jährlich mit mehr als zwanzig Millionen Euro aus öffentlichen Kassen gefördert wird. Programmverantwortung liegt unter anderem bei Anna Yeboah und Friederike Kötter. Die Kapazität des flachen Beckens ist auf maximal 46 Schwimmer begrenzt. Während andere Berliner Bäder mit Warteschlangen, Hygieneproblemen und Kontrollen kämpfen, wird hier steuergeldfinanziert nach Hautfarbe sortiert.
Linke Identitätspolitik auf Kosten der Weißen
Die AfD kritisierte den Vorgang scharf: Öffentliche Gelder gehörten nicht in die Hände von Ideologen, die Bürger nach Hautfarbe ausschließen. Die Webseite der Volksbühne und die Angaben zu EOTO lassen an der Exklusivität keinen Zweifel. Was als sommerliche Einladung an die Hauptstadt verkauft wurde, entpuppt sich an einem Nachmittag als antiweiße Ideologie – finanziert vom Steuerzahler.
