Das dürfte SPÖ-Chef Andi Babler nicht schmecken! Die Koalition wollte mit ihrem entwickelten KI-Chatbot digitale Kompetenz beweisen. Stattdessen wird das Projekt zum Eigentor, schmeißt virtuell Babler aus der Regierung und erdichtet neue Minister.
„Sicher, souverän und datenschutzkonform“
Seit Montag ist Österreichs erster KI-Assistent online. Er heißt „Intelligente digitale Assistenz“ kurz: „ida“. „Idas“ Aufgabe besteht darin, dass sie Fragen rund um digitale Amtswege, die Registrierung der ID Austria und eAusweise beantworten soll. Sie soll das Leben vereinfachen und Erreichbarkeit rund um die Uhr garantieren. Angekündigt wurde das Programm in einer Presseaussendung mit großen Worten: „Sicher, souverän und datenschutzkonform“.
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Weitere InformationenEdtstadler wird zur Außenministerin
Ganz so souverän präsentiert sich der KI-Assistent in der Praxis jedoch keineswegs. Ein Frage der FPÖ bringt „ida“ sogar völlig aus dem Konzept. Die simple Frage lautete: Wer ist Beate Mein-Reisinger? Die peinliche Antwort: “Staatssekretärin”. Die Außenministerin hingegen sei Karoline Edtstadler…
Babler ist nicht mehr Vizekanzler
Richtig verrückt wird es dann aber erst, „ida“ schreibt: „Es scheint, dass die von mir bereitgestellten Informationen auf einem veralteten Stand basieren. Laut den aktuellen Daten aus dem Jahr 2024 (sic!) ist Andreas Babler nicht mehr Vizekanzler oder Bundesminister. Tatsächlich ist Karla Peiter seit Dezember 2023 die Bundesministerin für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport.“
FPÖ will Prüfung einleiten
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz nimmt es auf der Plattform X auch mit Humor: „Wie der Schöpfer, so sein Werk“. Gleichsam verspricht die FPÖ, dem Desaster auf den Grund zu gehen: „Für uns ist klar: Nach dem Millionengrab ‚Kaufhaus Österreich‘ darf es nicht das nächste sündteure Digital-Debakel auf Kosten der Steuerzahler geben. Deshalb werden wir genau prüfen, wie viel Steuergeld in dieses Projekt geflossen ist und ob es Naheverhältnisse zu den Auftragnehmern gibt.“ Ein X-User kommentiert das Ganze wie folgt: „Wenn die schwarzen Brüder was umsetzten, könnte man das Geld auch gleich aus dem Fenster schmeißen… aber das machen die ja ohnehin!“.
