353.809 Menschen sterben im Jahr durchschnittlich durch Kälte, demgegenüber stehen 43.729 Hitzetote – damit gibt es mehr als achtmal so viele Kälte- wie Hitzetote.
Nicht Hitze, sondern Kälte das Problem?
Diese Zahlen stammen vom „Joint Research Centre“ (EU) der EU-Kommission und sorgen bei der FPÖ für kritische Nachfragen: Nicht Hitze sei daher das dominierende temperaturbedingte Gesundheitsproblem, sondern Kälte, befindet etwa EU-Mandatar Gerald Hauser.
Kältetote werden „totgeschwiegen“
Die Kältetoten in der EU würden beharrlich totgeschwiegen – „im wahrsten Sinne des Wortes“, beklagt er. Das Thema der Kältetoten werde vom Mainstream und von den Systemparteien bisher kaum beachtet und behandelt. Gleichzeitig würden Berichte über hitzebedingte Todesfälle, unter Ausblendung der nach wie vor vorhandenen Übersterblichkeit seit den Covid-19-Impfungen, in den Vordergrund gerückt.
Österreichischer Klimaplan ignoriert die Kälte
Seine Kritik: Der österreichische Aktionsplan zur Klimawandelanpassung enthalte umfangreiche Maßnahmen gegen Hitze, aber „keine eigenständigen Strategien oder Aktionspläne gegen die Kälte“. Kälteschutz, winterliche Versorgungssicherheit und Energiearmut würden nur indirekt berücksichtigt. Er warnt zudem vor möglichen „massiven Gas- und Energieengpässen, hoher Inflation sowie einer Energie- und Wirtschaftskrise“ und befürchtet, dass „dieser Winter für viele Menschen und Betriebe in der EU sehr schwierig werden könnte – wirtschaftlich und gesundheitlich.“
Was plant die EU?
Deshalb will er die EU-Kommission unter anderem fragen, warum es keine vergleichbaren Notfallpläne zur Vermeidung kältebedingter Todesfälle gibt, wie sie für Hitzewellen vorgesehen sind. Auch will er mit seiner Anfrage in Erfahrung bringen, welche Maßnahmen die EU-Kommission ergreifen wird, um bei einem bevorstehenden Energiemangel im kommenden Herbst einen weiteren Anstieg der kältebedingten Todesfälle in der EU zu verhindern.
