Fast ein Fünftel des Netzes wird abgeschaltet: Der ORF stellt still und heimlich Sendeanlagen in ganz Österreich ab. Währenddessen soll jedoch von Betroffenen die monatliche Haushaltsabgabe von 15,30 Euro auch weiterhin fröhlich abkassiert werden.
Der geheime ORF-Sparplan auf Kosten der Gebührenzahler
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sorgt nach etlichen Skandalen erneut für Kopfschütteln. Wie krone.at berichtet, streicht der ORF Sendeanlagen im ganzen Land. Trotz sprudelnder Einnahmen durch die umstrittene Haushaltsabgabe spart der ORF dort, wo es den Bürger direkt trifft: Beim terrestrischen Empfang.
In vier Tranchen rollt eine Streichwelle über das Land, bei der bis Jahresende rund 64.000 Haushalten über Antenne einfach das Programm abgedreht wird! Von Kärnten über Oberösterreich bis nach Tirol und in die Steiermark müssen Seher und Hörer nun um ihre gewohnte Grundversorgung bangen. Während ein Großteil des Landes teils massiv unter den Streichungen leidet, bleibt nur Wien wie durch ein Wunder komplett verschont.
„ORF für alle“? – Fehlanzeige!
Dabei pocht der ORF auch weiterhin auf seinen gesetzlichen Versorgungsauftrag, während er still und heimlich MUX A und UKW-Anlagen reihenweise stilllegt. Entgegen den Behauptungen des Senders nutzen jedoch nach wie vor Hunderttausende diese klassische Technik.
Der Slogan „ORF für alle“ entlarvt sich damit endgültig als leere Farce. Während an astronomischen Top-Gehältern und luxuriösen Pöstchen im Wiener Funkhaus eisern festgehalten wird, trifft es die ländliche Bevölkerung und damit insbesondere ältere Menschen am härtesten. Und damit trifft es gerade diejenigen, die auf den herkömmlichen Antennenempfang angewiesen sind!
Gefährliche Lücke in der Krisenvorsorge
FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker zeigt sich gegenüber den Entscheidungen des ORF entsetzt: „Der ORF opfert die letzte krisensichere Warnkette Österreichs – und niemand hat den betroffenen Gemeinden auch nur Bescheid gesagt.“
Im Ernstfall oder bei einem drohenden Blackout sind die Bürger auf stromunabhängige, batteriebetriebene UKW-Radios angewiesen, um lebenswichtige Notfallmeldungen der Bundes- und Landeswarnzentralen überhaupt empfangen zu können! Indem der ORF hier abschaltet, nimmt er Zehntausenden dieses entscheidende Warnmittel weg – und das völlig ohne Vorwarnung für die betroffenen Gemeinden.
15,30 Euro im Monat – Für nichts?!
Dazu bringt Hafenecker die Kritik treffend auf den Punkt: „Am 11. August sitzt der Stiftungsrat zusammen, redet über mehr Geld und verteilt 13 Chefposten. Eine Woche später gehen in Kärnten und Oberösterreich die Sender aus. Gespart wird beim Sendemast im Tal, verteilt wird am Küniglberg.“
Für die Betroffenen bleibt am Ende somit nur die bittere Erkenntnis: Die volle Abgabe von 15,30 Euro im Monat müssen sie für den ORF wie alle anderen auch berappen, sehen oder hören dürfen sie dafür jedoch nichts.
