Christian Stocker und Arabella Kiesbauer

Selbst Moderatorin Arabella Kiesbauer konnte Stockers Aussage zu Müttern nicht wortlos zur Kenntnis nehmen: “Ohne uns würde das System zusammenbrechen”.

7. August 2026 / 08:08 Uhr

Stocker verscherzte es sich mit Müttern – sogar Moderatorin Kiesbauer attackierte Kanzler

ÖVP-Kanzler Christian Stocker hatte sich seine Sommertour auf Steuerzahler-Kosten zurecht gelegt: Fein säuberlich ausgewählte Gäste, ein bekanntes TV-Gesicht als Moderatorin. Doch in Salzburg erlebte er ein regelrechtes Waterloo. 

Zwei Aussagen von Stocker schockierten die Bürger. Wörtlich sagte er zum Thema Kinderbetreuung und finanzielle Unterstützung für Mütter:

Kinderbetreuung würde ich nicht als Arbeit sehen. Ich habe meine Kinder nicht als Rechenbeispiele erzogen.

Couragierte Kiesbauer widersprach dem Kanzler

Daraufhin war nicht nur lautes Rumoren aus dem Publikum zu hören, sondern selbst Moderatorin Arabella Kiesbauer, eigentlich zur Unterstützung des farblosen Kanzlers auf dem Podium gedacht und selbst zweifache Mutter, trat dieser Aussage couragiert entgegen:

Man muss sagen, dass das System ohne uns Mütter zusammenbrechen würde, wenn wir das alles nicht so leisten würden, wie wir es tun. Und wir hätten einfach gerne, dass das gerechter aufgeteilt wird. 

Kiesbauer erntete dafür heftigen Applaus. 

“ÖVP ist eiskalter Familien-Schreck”

Stockers verheerende Wortmeldung war freilich Wasser auf die Mühlen der Freiheitlichen. Herbert Kickl bezeichnete die ÖVP als „eiskalten Familien-Schreck“. Wörtlich sagte er in einer Aussendung

Zuerst der Burger-Sager von Karl Nehammer, dann der abgehobene Frontalangriff von Wolfgang Hattmannsdorfer auf Menschen in Teilzeit, denen er vorwarf, nur faul zu sein und nicht in Vollzeit arbeiten wollen. Und jetzt kommt Stocker und verhöhnt die Mütter dieses Landes. Diese ÖVP ist völlig empathielos, familienfeindlich und Lichtjahre von der Lebensrealität der eigenen Bevölkerung entfernt. Wer die aufopferungsvolle Leistung von Müttern als reine Privatsache abtut, der hat jeden Bezug zum Volk verloren.

Kickl forderte eine echte finanzielle Anerkennung und Entlastung für Familien anstelle von realitätsfremden Belehrungen. 

Stocker aufs Glatteis geführt

Apropos realitätsfremd: Auch beim Thema leistbares Wohnen wurde Stocker aufs Glatteis geführt. Auf die Frage, was er einem 25-Jährigen sagen würde, der in Salzburg keinen leitsbaren Wohnraum findet, antwortete Stocker mit einer Anekdote: Er habe selber Verwandte, die im Salzburger Umland lebten, deshalb wisse er, dass Wohnraum dort leistbar sei. Wo genau dieser leistbare Wohnraum seiner Verwandten sei, das wisse er aber nicht: „Ich kann es jetzt nicht genau sagen“.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

7.

Aug.

08:51 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
💥Aufgepasst!💥 Der nächste Ansturm steht schon bevor!
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.