Seit eine Bürgerwehr aus Bikern und Hausfrauen – wie berichtet – ein Grätzel in Wien-Donaustadt vor kriminellen Jugendbanden beschützt, ist es ruhig geworden rund um den Cizekplatz. Mehr noch: Die Nachbarn solidarisierten sich mit den Beschützern und veranstalten mit ihnen regelmäßig Grillpartys.
Gemeinschaft gegen das Böse
Die Bilder sagen mehr als tausend Worte. Auf einer Wiese am Cizekplatz wird gegrillt, zahlreiche Anrainer sind gekommen, um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen und über die Lage im Grätzel zu diskutieren.
Was mit einer Initiative des Bikers Heiko Köchel begann, entwickelte sich zu einer großen Solidaritätsgemeinschaft gegen das Böse. Ein Umstand, der vor wenigen Monaten noch undenkbar gewesen wäre.
Täglich Übergriffe auf Passanten
Angefangen hat es damit, dass zwei Freunde von Köchel von einer zum Großteil migrantischen Jugendbande brutal zusammengeschlagen wurden. Für Köchel, der nach eigenen Angaben selbst in einem Problembezirk in Brandenburg, Deutschland, aufgewachsen ist, war klar: „Da muss man etwas tun!“ Biker-Freunde schlossen sich an und wachen seither über das Grätzel, in dem zuvor praktisch täglich Übergriffe auf Passanten erfolgten und Anrainer mit Lärm terrorisiert wurden.
Bewirtung als Dankeschön
Wache gehalten wird praktisch täglich von 17 bis 22 Uhr. Einmal sind es zehn, ein anderes Mal zwanzig Personen, die sich auf der Wiese am Cizekplatz treffen, Getränke, aber auch Gegrilltes mitbringen. Als Dank dafür, dass sich endlich jemand kümmert um die Sicherheit in ihrer Gegend. Auf die unzensuriert-Frage, was die Bürgerwehr im Ernstfall tun würde, antwortete Köchel: “Wir verständigen zuerst die Polizei, aber wenn jemand mit dem Messer auf mich zugeht, werde ich ihn auf den Boden niederringen und festhalten, bis die Beamten eintreffen”.
