Jörgerstraße

Graffiti, Schmierereien und Gestank: Die Zustände in der Jörgerstraße (Hernals) sind für die Anrainer kaum noch erträglich.

3. August 2026 / 19:21 Uhr

Ex-“Krone”-Chefredakteur flüchtet wegen dunkler Gestalten und Gestank aus Bezirk


Von 2022 bis 2024 wurde Wien von The Economist noch zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. 2025 wurde diese Serie schließlich beendet – und Kopenhagen ist der neue Spitzenreiter. Anstelle von verliehenen Auszeichnungen wachsen in Wien nun sogenannte No-Go-Areas. Ein jüngstes Zeugnis davon legt der ehemalige Krone-Online-Chefredakteur Richard Schmitt ab. Dieser verkündet auf der Plattform X einen radikalen Entschluss:

Nach drei Jahren, in denen die negative Entwicklung immer belastender geworden ist, ziehen wir jetzt aus Hernals weg.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

SPÖ ignoriert die Zustände

Ausschlaggebend für diesen Entschluss seien die katastrophalen Zustände im 17. Bezirk. So erklärt Schmitt: „Vor dem Interspar und der Raiffeisenbank in der Jörgerstraße haben sich dunkle ungewaschene Gestalten mittlerweile so häuslich eingerichtet, dass sie auch mit Gaskochern ihr Abendessen zubereiten, manchmal liegen sie untertags ausgestreckt am Rücken am Gehsteig.“ Auch berichtet Schmitt von Graffitis und „vollgepisste[n] Hauseingänge[n]“. Der SPÖ Bezirksvorsteher, Peter Jagsch (55), scheint diese desolaten Zustände, so der Vorwurf von Schmitt, zu ignorieren.

Keine Spur von guter Nachbarschaft

Will sich die SPÖ-Hernals laut eigenen Angaben für „ein gutes Zusammenleben im Bezirk und eine funktionierende Nachbarschaft“ einsetzen, so ist die Realität eine andere. Schmitt klagt über keine Polizeipräsenz, welche die „irren Raser auf der Jörger- oder Hernalserstraße einbremsen“. Lediglich ab und zu fahre ein Streifenwagen auf den Straßenbahnspuren, aber Fußstreifen seien nie zu sehen. Schmitt schlussfolgert: „Der Bezirk wird noch mehr kippen, keine Frage.“

Politik trägt die Verantwortung

Die Verantwortung für die Situation in Hernals trage die Politik, denn diese erschaffe die „Pullfaktoren für die Massenzuwanderung“. Die übermäßige Migration sei ein starker Grund, weshalb „in Wien Straße für Straße für Österreicher unbewohnbarer“ wird. Viele Kommentare bestätigen die Meinung Schmitts. Ein User kommentiert: „In Wien kann man aktuell nur mehr in der grünen Randlage wohnen, da ist es noch halbwegs ok – aber eigentlich muss man langfristig aus Wien weg, es ist einfach nicht mehr schön….in den letzten 10 Jahren ging es bergab, und das ist nicht mehr mein Wien“.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

3.

Aug.

19:21 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
Lieber ORF, wir müssen reden!
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.