Armin Laschet hat ausgesprochen, was viele Militärexperten längst denken. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag und erfahrene CDU-Politiker plädiert dafür, weniger über Aufrüstung zu reden und stattdessen mit Kreml-Chef Wladimir Putin ins Gespräch zu kommen – vielleicht sogar über Abrüstung.
Russland wird nicht einfach verschwinden
Das CDU-Urgestein argumentiert nüchtern und klar. Russland werde nicht einfach verschwinden. Ein Krieg wie der in der Ukraine, bei dem keine Seite den Sieg davontragen kann, lasse sich nur durch harte Verhandlungen beenden – so schwierig das auch sein mag. Statt endlos Waffen zu liefern und Eskalation zu riskieren, plädiert Laschet für den realistischen Weg: Gespräche aufnehmen, bevor der Konflikt noch mehr Opfer fordert und Europa weiter belastet. Viele Militärexperten stimmen zu. Doch in den Kreisen der fanatischen Unterstützer Kiews wird genau diese Position als naiv oder gefährlich abgetan.
Die Koalition der Willigen: Viel Pathos, wenig Substanz
Während Laschet auf Verhandlungen setzt, hat sich die sogenannte „Koalition der Willigen“ als feste Unterstützerin der Ukraine im Kampf gegen Russland positioniert. Genau das kritisiert Christian Hauenstein in der Kronen Zeitung: Die selbsternannten Unterstützer sind in Wahrheit die europäischen Traumtänzer. Hauenstein und Laschet liegen damit genau auf der jener Linie, die FPÖ-Chef Herbert Kickl von Anfang an vertreten hat – und dafür als “Putin-Versteher” denunziert wurde.

