Stalinistische Methoden, Verstoß gegen Prinzipien und illiberale Partei! Was der geschasste Neos-Mann Veit Dengler im Podcast des Ex-ÖVP-Abgeordneten Martin Engelberg zur Sprache brachte, muss bei der pinken Chefin Beate Meinl-Reisinger für schlaflose Nächte sorgen.
“Beate, es ist vorbei!”
„Elli, es ist vorbei“, sagte Neos-Gründer Matthias Strolz zu ÖVP-Ministerin Elisabeth Köstinger nach dem Aufbrechen der Inseratenaffäre und dem Rücktritt von Sebastian Kurz als Kanzler, der die Volkspartei in eine schwere Krise stürzte. Ob Strolz, würde er sich zur Causa zu Wort melden, jetzt eine ähnliche Wortwahl wählen würde? Etwa: „Beate, es ist vorbei!“
Stalinistische Methoden
Dengler ließ tief ins Neos-Innere blicken. Die Partei sei innen sehr illiberal geworden, man habe gegen einige Prinzipien verstoßen, die die Neos eigentlich gegründet hätten, der Vorstand habe praktisch die Macht übernommen. Als Martin Engelberg über stalinistische Methoden sprach, weil Neos-Abgeordnete aufgefordert wurden, alle Fotos, auf denen Veit Dengler zu sehen ist, zu löschen, widersprach Dengler nicht, verstärkte seine These sogar.
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Weitere InformationenMeinl-Reisinger steht nicht im Verdacht strategischer Genialität
Die aktuelle Führung bei den Neos tue sich schwer mit Widersprüchen. Das wäre weniger schlimm, wenn Meinl-Reisinger einen Hang zur strategischen Genialität hätte. Unter diesem Verdacht stehe die aktuelle Führung aber auch nicht, sagte der vor wenigen Tagen geschasste Abgeordnete der Pinken.
ÖVP, SPÖ und Neos verharren in ihren Ideologien
Auch mit der Verlierer-Ampel ging Veit Dengler, der nun als freier Abgeordneter weiter im Parlament arbeiten will und es nicht als Priorität ansieht, eine neue Partei zu gründen („das ist viel Arbeit“), hart ins Gericht. ÖVP, SPÖ und Neos würden keine Projekte schaffen, weil sie alle in ihren Ideologien verharrten. Die Dreierkoaltion sei ziemlich im Taumeln, stellte Engelberg fest. Die Neos auf dem Weg in die Todeszone, also unter fünf Prozent, das das Aus im Parlament bedeuten würde. Ob die Warnsignale von den Parteien wahrgenommen werden würden, wollte Engelberg von Dengler wissen.
Vom Wähler abgestraft
Es gebe überhaupt keine Visionen. Die Parteien hätten die Fähigkeit verloren, nahe am Bürger zu sein, antwortete Dengler. Und zu seiner Ex-Partei fiel ihm ein: Wenn man den Spagat nicht schaffe, einerseits koalitionstreu zu sein und andererseits umzusetzen, was man erreichen möchte, werde man vom Wähler abgestraft.
