Die belgische Justiz hat im Rahmen der Katargate-Ermittlungen einen europäischen Haftbefehl gegen den früheren EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos (Nea Dimokratia) erlassen und zugleich beantragt, seine parlamentarische Immunität in Griechenland aufzuheben. Im Zentrum stehen Vorwürfe von Korruption, Geldwäsche und Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung.
Gelder von fragwürdiger NGO erhalten
Dabei geht es um Zahlungen von rund 73.000 Euro, die Avramopoulos von der Nichtregierungsorganisation (NGO/NRO) „Fight Impunity“ erhalten haben soll. Die Ermittler verdächtigen die Organisation, als Scheinstruktur im Umfeld des Katargate-Skandals gedient zu haben, um Einfluss im EU-Parlament zu kaufen. Der Fall ist Teil der größeren Katargate-Affäre, in der schon seit 2022 mutmaßliche Bestechung und Einflussnahme zugunsten Katars untersucht werden.
Griechisches Parlament am Zug
Avramopoulos weist die Vorwürfe zurück und betont, seine Arbeit für die NGO sei legal, deklariert und von der EU genehmigt gewesen. Er erklärte, dass er sich nicht auf seine Immunität berufen werde und mit der Justiz kooperieren wolle. Das griechische Parlament muss nun entscheiden, ob die Immunität aufgehoben wird und der Haftbefehl vollstreckt werden kann.


