FPÖ-Obmann Herbert Kickl stellte klar: Auch in der Geschichte seiner Partei gab es schwierige Kapitel, die man nicht verschweigen muss.

ORF

22. Juni 2026 / 06:46 Uhr

Fehlende Selbstkritik der FPÖ beklagt: ORF erneut bei der Unwahrheit erwischt

70 Jahre FPÖ – ein Grund zum Feiern für Herbert Kickls Freiheitliche. Beim großen Festakt am Samstag wurde auch auf die Geschichte der Partei zurückgeblickt und Bilanz gezogen. Dass dabei auch eigene Fehler und Skandale kritisch reflektiert wurden, hatte man beim ORF hingegen geleugnet.

Kickl: „Brauchen Spaltungen, Skandale und Niederlagen nicht zu verschweigen“

70 Jahre nach der Parteigründung wäre bei dem Festakt in der Wiener Hofburg „keine Zeit für eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, Skandalen und Parteispaltungen“ geblieben, berichtete der Staatsfunk in der „ZiB“ über das Großereignis. Dabei wurde er schnell eines Besseren belehrt: Kickl selbst sprach in seiner fast einstündigen Rede die schwierigen Kapitel der Parteigeschichte offen an.


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Seit der Stunde Null sind wir durch viele Tiefen gegangen, durch schwere Prüfungen, durch Spaltungen, durch Skandale, durch existenzbedrohende Niederlagen. Ja, solche Phasen hat es gegeben, in denen selbst die treuesten Weggefährten ganz still und leise geworden sind.

Und wer sie erlebt habe, der kenne sie, so Kickl. Wer sie aber nicht erlebt habe, der solle wissen, dass es sie gegeben habe. „Und wir brauchen sie nicht zu verstecken. Wir brauchen nichts davon zu verschweigen“. Damit wurde der Staatsfunk erneut bei der Unwahrheit erwischt – kein Ausrutscher und kein Versehen, das habe seit Jahren und Jahrzehnten ein System, beklagte man bei der FPÖ.

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