14.445 Anträge auf Einbürgerung wurden im vergangenen Jahr in der Bundeshauptstadt eingebracht, insgesamt 5.078 Menschen wurden auch tatsächlich eingebürgert. Den größten Anteil unter den neuen “Österreichern” stellen Syrer: 1.090 Eingebürgerte stammen aus der Arabischen Republik. Das entspricht mehr als einem Fünftel aller Einbürgerungen in der Bundeshauptstadt.
Mit deutlichem Abstand folgen weitere Herkunftsländer: 402 Eingebürgerte kamen aus Afghanistan, 389 aus der Türkei, 339 aus dem Iran, 325 aus Serbien und 225 aus der Ukraine.
Dramatische Entwicklung bei Einbürgerungen
Insgesamt ist die Zahl der Einbürgerungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. 2024 wurden noch 3.665 Personen eingebürgert, was einem Anstieg von rund 39 Prozent entspricht.
Parallel dazu nahm auch die Zahl der Anträge zu. Bei der Magistratsabteilung 35 wurden im Jahr 2025 insgesamt 14.445 Anträge auf Einbürgerung eingebracht. Diese Zahl bezieht sich auf Verfahren und nicht unmittelbar auf einzelne Personen, da ein Antrag mehrere Familienmitglieder umfassen kann.
Tausende Nachfahren von NS-Opfern eingebürgert
Die MA 35 verzeichnete zudem einen Anstieg bei den abgeschlossenen Verfahren: Insgesamt wurden im Bereich Einbürgerung und Staatsbürgerschaft rund 21.700 Verfahren erledigt, darunter etwa 10.300 Fälle von Nachfahren von Opfern des Nationalsozialismus.
Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Termin zur Antragstellung liegt derzeit bei rund 186 Tagen.


