Der frühere Bundesgeschäftsführer der SPÖ, Andreas Rudas, nannte die SPÖ-Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner in einer Puls24-Diskussion als „talentiert“. Doch wie sie sich dann in der „ZIB2“ am Dienstag präsentierte, sah das eher nach Hilflosigkeit aus.Â
Wolf: “Sie weichen mir aus”
Der Zuschauer wusste am Ende des Gesprächs mit Armin Wolf nicht, was Holzleitner, die das Budget der Universitäten um kolportierte eine Milliarde Euro kürzen wollte, nun eigentlich vorhat. Wolf verlor die Geduld und meinte: „Frau Minister, Sie weichen mir wirklich sehr intensiv aus!“ Klare Antworten? Fehlanzeige! Vielmehr konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Holzleitner im Renner-Institut das Seminar „Reden wie Andi Babler“ besucht und dafür eine Kursgebühr von 45 Euro entrichtet hat.Â
Wissenschaft und Forschung keine Schwerpunkte
Besonders peinlich wurde es, als Wolf die SPÖ-Wissenschaftsministerin mit Aussagen der Präsidentin der Österreichischen Universitätskonferenz (Uniko), Brigitte Hütter, konfrontierte. Demnach habe diese behauptet, Holzleitner hätte vor Zeugen gesagt, dass Wissenschaft und Forschung keine Schwerpunkte in dieser Bundesregierung seien. „Diesen Satz habe ich nie gesagt“, entgegnete die SPÖ-Ministerin. Zu anderen von der Uni-Rektorin zitierten Aussagen von Holzleitner meinte diese, dass es sich dabei um einen „veralteten Stand“ handeln würde.
Keine klaren Aussagen
Ob die Universitäten jetzt tatsächlich auf eine Milliarde Euro verzichten werden müssen, den angeblichen Bedarf von rund 18 Milliarden Euro, um Inflation und steigende Kosten abzufedern, bekommen, war den Zusehern nach dem Auftritt der „talentierten“ Wissenschaftsministerin in der „ZIB2“ jedenfalls nicht klar. Ihr Satz, „eine Erhöhung des Uni-Budgets ist das Ziel für die Verhandlungen im Herbst“, sorgte ebenso wenig für Klarheit.

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