Andreas Babler und Armin Wolf, ZIB2

Medienminister Andreas Babler (im Bild mit “ZIB2”-Moderator Armin Wolf) will Geld – aber nicht vom zwangsfinanzierten ORF, sondern von privaten Streaming-Anbietern.

21. Mai 2026 / 07:44 Uhr

Streaming-Abgabe geplant: Medienminister Babler will bei privaten Angeboten kassieren

SPÖ-Medienminister Andreas Babler macht sich in der österreichischen Medienlandschaft weiter unbeliebt: In der Debatte um die Finanzierung der heimischen Filmwirtschaft steht eine neue Abgabe für Streaming-Erlöse im Raum. Babler will nach den vorliegenden Informationen gleich zwölf Prozent auf Umsätze aus Streamingangeboten von TV- und Radiosendern einheben lassen.

Private dürfen zahlen, ORF bleibt unangetastet

Die Regelung würde nicht nur internationale Plattformen betreffen, sondern auch österreichische Anbieter. Nach den bisher bekannten Plänen wären unter anderem ServusTV, Sky, Joyn und oe24.tv in das Modell einbezogen. Ausgenommen bleiben sollen hingegen die Streamingdienste des ORF.


Austria First Politische Anzeige

POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS.
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

Zahlreiche Medien betroffen

Erfasst würden sowohl zahlungspflichtige Angebote als auch Werbeerlöse. Ursprünglich war die Maßnahme vor allem auf große ausländische Plattformen wie Netflix, Amazon oder Disney zugeschnitten. Nun soll sie jedoch deutlich breiter greifen.

In der Medienbranche stößt der Vorschlag auf heftigen Widerstand. Der Verband Österreichischer Privatsender warnt vor zusätzlichen Kosten in zweistelliger Millionenhöhe und sieht negative Folgen für Beschäftigung, Investitionen und Programmvielfalt. Auch aus der Musikwirtschaft kommt Ablehnung. Dass ausgerechnet der Medienminister jene einheimischen Medien, die – anders als der zwangsfinanzierte ORF – ohnehin schon knapp bei Kasse sind, zahlen lassen will, trifft also auf wenig Verständnis.

Babler-Plan neuer Zündstoff für Verlierer-Ampel

Zusätzlichen Konfliktstoff liefert der Vorwurf, dass die geplante Regelung nicht mit ÖVP und Neos abgestimmt worden sei. Außerdem steht im Raum, dass Bablers Ressort die digitale Transformationsförderung in Höhe von 20 Millionen Euro bisher nicht freigegeben habe. Branchenvertreter befürchten deshalb weitere Belastungen für den ohnehin unter Druck stehenden Medienstandort.


ESN Politische Anzeige

POLITISCHE ANZEIGE der Fraktion Europa souveräner Nationen (ESN).
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Austria First Politische Anzeige

POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS.
Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

Politik aktuell

21.

Mai

07:44 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

Unzensuriert Video-Empfehlung:
Wunderbar! Volksanwalt Christoph Luisser sagt dem Gendern den Kampf an!💪
Klicken um das Video zu laden
Erst nach dem Klick wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.