Besonders die explodierenden Preise für Diesel und Benzin treiben die Inflation an.

20. Mai 2026 / 13:04 Uhr

Keine Besserung in Sicht: Inflation steigt auf 3,4 Prozent

Die Inflation in Österreich ist im April 2026 auf 3,4 Prozent gestiegen. Damit lag die Teuerung über der Schnellschätzung von Ende April und etwas über dem März-Wert von 3,2 Prozent.

Teuerung wird von Energie und Verkehr getragen

Der stärkste Preistreiber war erneut der Bereich Verkehr, der im Jahresvergleich um 7,7 Prozent zulegte und damit am stärksten zur Inflation beitrug. Besonders stark verteuerten sich Treibstoffe: Diesel legte um 37,2 Prozent zu, Superbenzin um 16,7 Prozent. Auch Heizöl war mit einem Plus von 62,6 Prozent ein wesentlicher Inflationstreiber.


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Strom dämpft, Mieten steigen weiter

Preisdämpfend wirkte vor allem Strom, der im Jahresabstand um 10,2 Prozent günstiger wurde. Die Wohnkosten entwickelten sich ebenfalls weiter nach oben: Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe verteuerten sich um 3,3 Prozent, die Mieten um 5,0 Prozent. Instandhaltung von Wohnungen kostete laut Statistik Austria 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Gastronomie und Lebensmittel

Auch Gastronomie und Beherbergung blieben ein wichtiger Preistreiber. Die Preise stiegen hier um 4,9 Prozent, wobei Gastronomiedienstleistungen um 5,3 Prozent teurer wurden. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich im Schnitt um 2,4 Prozent und lagen damit unter der Gesamtinflation.

Miniwarenkorb stieg um fast sechs Prozent

Gegenüber März 2026 stieg das allgemeine Preisniveau um 0,4 Prozent. Der wichtigste monatliche Preistreiber waren teurere Treibstoffe, während Pauschalreisen wegen des früheren Ostertermins deutlich billiger wurden. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex lag ebenfalls bei 3,4 Prozent. Die Statistik Austria betont, dass etwa ein Drittel der Inflation auf gestiegene Treibstoff- und Heizölpreise entfällt. Ohne den Anstieg bei Treibstoffen und Gastronomie läge die Inflation laut Pressemitteilung bei 2,1 Prozent. Besonders für den Alltag relevant ist auch der Miniwarenkorb, der mit 5,8 Prozent stärker stieg als die Gesamtinflation.


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