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Alf Poier kritisiert, dass die Urin-Show bei der Biennale in Venedig im Namen des Feminismus – noch dazu mit nackten Frauen – gezeigt wurde.

Alf Poier kritisiert, dass die Urin-Show bei der Biennale in Venedig im Namen des Feminismus – noch dazu mit nackten Frauen – gezeigt wurde.

Alf Poier zu Urin-Show bei Biennale: „Wäre einem Kläranlagen-Techniker auch eingefallen“

Er ist Kabarettist, Maler und belegte 2003 beim Eurovision Song Contest (ESC) mit dem Lied „Weil der Mensch zählt“ den sechsten Platz: Alf Poier. Heute ist er wegen des Musik-Einheitsbreis der schärfste Kritiker dieser Veranstaltung. Auch die Kunst im allgemeinen bekommt ihr Fett ab.

Bemerkenswertes Interview

In einem bemerkenswerten Interview für den exxpress wurde Poier auch auf die Biennale in Venedig und die mit 600.000 Euro geförderte Urin-Show der Wiener Performance-Künstlerin Florentina Holzinger angesprochen. Wörtlich meinte er:

Dieses Konzept wäre wahrscheinlich einem durchschnittlich begabten Kläranlagen-Techniker auch eingefallen. Das ist ja nichts, was sie erfunden hat, Wasser zu klären. 

Nackte Frauen im Namen des Feminismus

Sie solle das machen, „das regt mich überhaupt nicht auf“. Was er, Poier, aber kritisch sehen würde, sei, dass dies im Namen des Feminismus gemacht wird. „Und dann müssen dort 20 oder 25 nackte Frauen sein!“ Der Feminismus beklage sich aber immer darüber, dass der weibliche Körper instrumentalisiert, zur Schau gestellt werde und dem männlichen Voyeurismus diene – „aber genau das macht man dann“. 

„Warum muss man sich dauernd ausziehen?“

Wenn die Frauen dort nicht nackt gewesen wären, sei die Warteschlange vor dem Österreich-Pavillon nur halb so lang gewesen oder sie hätte gar nicht existiert. Es sei nichts anderes als „Sex sells“. Er, Poier, kenne Performance-Künstlerinnen, die das genau so sehen und fragen: „Warum muss man sich dauernd ausziehen?“ Die sagen ihm: „Wenn ich mich nicht ausziehe, bekomme ich keine Förderungen“. 

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