Mailüfterl, Organmandat

Während in der Stammersdorfer Kellergasse musiziert wurde, teilten Parksheriffs bei den Besucher-Autos Organmandate aus.

4. Mai 2026 / 11:09 Uhr

Wiener kamen Bürgermeister-Schauen und erhielten Strafzettel

„Seit mehr als 30 Jahren gibt es dieses traditionsreiche Fest, so etwas haben wir jedoch noch nie erlebt!“ Landtagsabgeordneter Wolfgang Irschik (FPÖ) ärgerte sich maßlos über die Parkraum-Abzocke bei den Besuchern des Mai-Lüfterls am vergangenen Wochenende in Wien-Stammersdorf. 

Stadt braucht jeden Cent

Irschik sprach in einer Aussendung von einem „Skandal“. Während nämlich tausende Menschen bei bestem Wetter feierten, Wein aus der Region und Musik genossen, schickte die Stadt Wien gleichzeitig die Parkraumüberwachung los, um bei Falschparkern abzukassieren. Offenbar, so der Abgeordnete, der auch FPÖ-Bezirksparteiobmann in Floridsdorf ist, brauche die rot-pinke Stadtregierung jeden Cent, wenn man nicht einmal bei einem der größten Freiluftveranstaltungen der Stadt für die Bevölkerung ein Auge zudrücken könne.


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Blick auf Bürgermeister kostete 50 Euro

Statt Unterstützung gebe es beinharte Strafaktionen. Skurril: Als die Besucher des Mail-Lüfterl am Samstag in Scharen angereist sind, um die Eröffnung mit SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig miterleben zu können, fanden sie bei der Rückkehr zum Auto ein Organmandat vor. Wer sein Fahrzeug nicht ganz korrekt abgestellt hatte, muss jetzt 50 Euro zahlen. 

Besucher-Rückgang wegen Parkraum-Abzocke

Diese überzogenen Kontrollen, die es zum Beispiel bei Volksfesten in Niederösterreich nicht gibt, bezeichnete Irschik als „Parkraum-Abzocke“. Er fordert ein sofortiges Umdenken im Rathaus: „Veranstaltungen wie das Mai-Lüfterl müssen im Sinne der Bürger unterstützt werden“, sagte Irschik. 

Tatsächlich hatte diese Strafaktion gegen die Mail-Lüfterl-Besucher umgehend Auswirkungen auf die Besucherzahl. Am ebenfalls sonnigen Sonntag hatten Aufofahrer die Gegend gemieden und mitunter dafür gesorgt, dass viele Plätze bei den Standln leer blieben.  

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