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Will man den derzeitigen russisch-ukrainischen Krieg verstehen, muss man die Geschichte kennen.

Will man den derzeitigen russisch-ukrainischen Krieg verstehen, muss man die Geschichte kennen.

Neue Eckartschrift: Verstehen von Osteuropas Werden und Wunden

Die Grenzen Osteuropas wurden über Jahrhunderte mit Blut geschrieben. Auch der aktuelle russisch-ukrainische Krieg reiht sich in diese tragische Geschichte.

Machtpolitik von Neuzeit bis heute

Die neueste Eckartschrift zeigt, wie die tiefgreifenden territorialen und politischen Umbrüche von der Frühen Neuzeit bis zum Ende des 20. Jahrhunderts die Völker Osteuropas und die europäische Geschichte bestimmen.

Sie macht sichtbar, wie sehr Machtpolitik, Dynastien und nationale Bewegungen die Landkarte der Region geprägt haben.

Russland im Fokus

Ausgehend von der Expansionspolitik des russischen Zarenreichs und dem Aufstieg des polnisch-litauischen Großreichs im 16. Jahrhundert beschreibt die Eckartschrift Osteuropa als einen Raum konkurrierender Imperien. Die polnischen Teilungen des späten 18. Jahrhunderts markieren dabei einen entscheidenden Wendepunkt, an dem Preußen, das Zarenreich und die Habsburgermonarchie zu den dominanten Akteuren aufstiegen.

In der Nationalitätenpolitik dominierten das Prinzip der Loyalität gegenüber der jeweiligen Herrscherdynastie und die Bereitschaft zur Assimilation als Grundlage für den sozialen Aufstieg. Loyalität wurde belohnt, nationaler Widerstand führte zum Verlust von Autonomierechten.

Zerfall im 20. Jahrhundert

Mit dem 19. Jahrhundert verschob sich dieses Gleichgewicht grundlegend. Der Zerfall der alten Ordnung kulminierte 1917 im Sturz des Zaren und den revolutionären Umwälzungen auf russischem Boden.

Der Historiker Peter Wassertheurer zeigt, wie der Erste Weltkrieg, die bolschewistische Oktoberrevolution und der blutige Bürgerkrieg das Zarenreich an den Rand des Zusammenbruchs brachten und eine Vielzahl neuer Nationalstaaten hervorbrachten. Der Frieden von Brest-Litowsk, der sowjetisch-polnische Krieg und der Frieden von Riga werden als Schlüsselereignisse analysiert, durch die neue Grenzen gezogen wurden. Lediglich Finnland und die baltischen Staaten konnten ihre Souveränität bis zum Zweiten Weltkrieg behaupten.

Bruchlinien bis in die Gegenwart

Die Eckartschrift spannt Buch den Bogen über die Grenzverschiebungen von 1945 bis zum Umbruch von 1989/90 und dem Zerfall der Sowjetunion. Sie macht deutlich, dass die politischen Bruchlinien der Gegenwart ohne diese historische Tiefendimension nicht zu verstehen sind.

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Bestellen Sie daher die Eckartschrift 264 „Zwischen Fremdherrschaft und Selbstbestimmung. Die blutige Entstehung der Nationalstaaten in Osteuropa und die Nachwehen bis heute“ (ISBN 978-3-903648-01-2, Preis € 11,50, 112 Seiten) von Peter Wassertheurer hier, um bei Diskussionen über die Lage in Osteuropa fundiert zu argumentieren.

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