VdB, Stocker, Babler

Keine Krise im Kammerstaat. Van der Bellen, ÖVP-Kanzler Stocker und SPÖ-Vizekanzler Babler schweigen auffallend laut zu den Super-Löhnen in Wirtschafts- und Arbeiterkammer.

8. November 2025 / 09:45 Uhr

Van der Bellen, Stocker und Babler schweigen zu Gagen-Kaiser in Kammern

Bundespräsident Alexander Van der Bellen, ÖVP-Kanzler Christian Stocker und sein Vize Andreas Babler (SPÖ) schweigen eisern zu den Super-Gagen in Wirtschafts- und Arbeiterkammer. Wenig überraschend, denn sie müssten ihr System selbst infrage stellen.

Schaden ist angerichtet

Aktuell geworden ist die Diskussion über die Gagen-Kaiser in den Kammern nach heftiger Kritik an der 4,2-Prozent-Gehaltserhöhung für Mitarbeiter in der Wirtschaftskammer (WKO). Deren Präsident Harald Mahrer ruderte zwar zurück (Die Erhöhung kommt, aber sie kommt um sechs Monate später), geriet aber wegen seiner Mehrfachbezüge selbst ins Fadenkreuz der Medien. Mahrer hat damit den Schaden nicht behoben, sondern nur verschoben.

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WKO-Mitarbeiter kommt auf 90.000 Euro im Jahr

Nun wurde auch öffentlich, wie viel die Mitarbeiter in den Kammern auf dem Lohnzettel haben. Eine aktuelle Tabelle von Agenda Austria über das Brutto-Jahreseinkommen nach Beschäftigungsgruppen zeigt deutlich: Ein Vollzeit-Mitarbeiter in der Wirtschaftskammer verdient fast 90.000 brutto im Jahr und damit noch etwas mehr als in der Arbeiterkammer Wien. Gut 14 Prozent liegt man dort über dem durchschnittlichen Angestellten und hat damit einen fast doppelt so hohen Verdienst wie ein Arbeiter.

In der Gehaltstabelle liegen die Beschäftigten der Wirtschaftskammer Österreich wenig überraschend an der Spitze, dicht gefolgt von deren Kollegen in der Arbeiterkammer Wien und dem Öffentlichen Dienst, wie eine Grafik der Agenda Austria zeigt.

Kammern kennen keine Krise

Die Kammern kennen keine Krise, während Metallarbeiter Real-Lohnverluste oder Pensionisten Kürzungen akzeptieren müssen. „Die Wirtschaftskammer darf mit Einnahmen in der Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro rechnen, die Rücklagen belaufen sich auf über zwei Milliarden Euro“, schreibt die Agenda Austria in der Analyse zu den Kammer-Beschäftigten.

Kein Hinweis auf AK-Beitrag auf dem Lohnzettel

Die Arbeiterkammer wiederum hat allein im Vorjahr rund 653 Millionen Euro an Zwangsbeiträgen kassiert. Die Rücklagen sollen auf mehr als 230 Millionen Euro angestiegen sein. Der AK-Beitrag befindet sich übrigens – wie berichtet – gut versteckt in den Lohnnebenkosten, auf dem Lohnzettel ist kein Hinweis darauf zu finden.

Spitzenpolitiker schweigen zu ungerechter Lohn-Pyramide

Die Zwangsbeiträge machen das Kammer-Imperium möglich. Das gefällt vielen Unternehmern nicht, die das alles bezahlen müssen, obwohl sie angesichts der hartnäckigen Krise nicht wissen, wie sie die explodierenden Arbeitskosten im eigenen Betrieb stemmen sollen. Während Unternehmer auf die Barrikaden steigen und sich zu Sätzen wie „Babler könnte in einem Privatunternehmen nicht einmal den Hof kehren“ hinreißen lassen, schweigen die Spitzenpolitiker vom Bundespräsidenten abwärts zu dieser ungerechten Lohn-Pyramide.

Geschützter Arbeitsbereich zu Super-Gagen für Parteimitglieder

Die Parteien von Stocker und Babler machten diesen aufgeblähten Kammerstaat möglich, ÖVP und SPÖ profitieren bis heute davon, weil sie in diesen geschützten Arbeitsbereichen ihre Leute unterbringen können – zu Gagen, die hart arbeitende Österreicher nur noch staunend zur Kenntnis nehmen können.

Schon Jörg Haider für Abschaffung der Kammer-Zwangsbeiträge

Als der frühere FPÖ-Chef Jörg Haider die Gehälter der Kammer-Bonzen offenlegte und dafür plädierte, die Kammern und ihre Zwangsmitgliedschaften abzuschaffen, wehrten sich die System-Parteien mit Händen und Füßen dagegen. Die Versorgung ihrer eigenen Leute war und ist ihnen bis heute wichtiger, als das Wohl der österreichischen Bürger, die auf das historische Relikt “Kammerstaat” gut und gerne verzichten könnten.

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