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Glasöfen bei der Arbeit: Für die extreme Hitze wird viel Gas benötigt, das bisher recht günstig aus Russland kam. (Symbolfoto)

25. Juni 2022 / 20:01 Uhr

900-jährige deutsche Glaserei-Industrie durch Russland-Sanktionen vor Aus

In Thüringen kämpfen die Glaser um ihre Existenz. Für den Herstellungsprozess wird viel Gas benötigt, das fast ausschließlich über die Versorgungslinie Nord-Stream aus Russland bezogen wird.
Glasindustrie vor Existenz-Aus
Wie der Fraktionsvorsitzende der Thüringischen AfD-Fraktion, Björn Höcke, aufdeckt, leidet die heimische Glasindustrie nicht nur bereits seit Jahren durch Billigimporte aus dem Ausland, sondern steht nun kurz vor ihrer Existenzvernichtung. Denn das Traditionshandwerk wird nun nicht nur durch die explodierenden Gaspreise bedroht, sondern auch durch einen generellen Lieferstopp.
Sanktionen treiben Preis in die Höhe
Die Bundesländer, die einst zur DDR gehörten, erhalten ihr Gas fast ausschließlich aus Russland. Aufgrund technischer Probleme, dass nämlich Ersatzteile aufgrund der Sanktionen nicht geliefert werden dürfen, musste Russland die Gaszufuhr über Nordstream 2 um 40 Prozent verringern. Dies könnte ein Vorgeschmack auf die komplette Einstellung sein. Dann wiederum müsste die Glasindustrie das Gas z.B. aus den Vereinigten Staaten beziehen (über den Seeweg), was nochmals deutlich teurer wäre, vom Umweltaspekt ganz zu schweigen.
Hälfte deutscher Glasindustrie in Thüringen
Dabei blickt Thüringen auf eine lange und stolze Glaser-Tradition zurück: Seit rund 900 Jahren wird hier Glas hergestellt. So stellten die Menschen bereits im Frühmittelalter bunte Gläser für Kirchen- und Klösterfenster her. Heute stammt die Hälfte der gesamten deutschen Glasproduktion aus Thüringen.
AfD-Höcke zeigt das Problem auf
Während die meisten Medien und Politiker zu solchen katastrophalen Folgen der derzeitigen Russland-Politik der EU schweigen, schildert Höcke auf seiner Facebook-Seite das Problem und kommt zum Schluss:

Von viel Moral und wenig vorausschauender Planung getragene Entscheidungen schädigen nachhaltig den Wirtschaftsstandort Deutschland und derzeit besonders die Bundesländer im Osten. […] Vielmehr wird es Zeit, wieder die Interessen Deutschlands in den Mittelpunkt zu stellen, denn auch dafür besteht eine moralische Verpflichtung, die aus dem Diensteid der Verantwortlichen erwächst.

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