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Parteichef Werner Kogler machte Schilling die Mauer und bezeichnete die Klima-Aktivistin als “kompetent”.

8. Mai 2024 / 15:59 Uhr

Grüne Parteispitze macht umstrittene Spitzenkandidatin zum Unschuldslamm

In einer eilig einberufenen Pressekonferenz machte die grüne Parteispitze heute, Mittwoch, Lena Schilling die Mauer. Nach einem vernichtenden Artikel ausgerechnet im linken Standard war die grüne Spitzenkandidatin zur EU-Wahl in gehörige Schieflage geraten.

Wer ist Lena Schilling?

Der Zeitungsartikel über Schilling war gestern wie ein Asteroid im gewohnt selbstzufriedenen grünen Polit-Biotop eingeschlagen. Anhand eingehender Recherchen hatten zwei Standard-Journalistinnen ein Charakterbild der 23-jährigen Klima-Aktivistin gezeichnet, das die Grünen lieber im Verborgenen gelassen hätten. Einer Person, die angeblich Intrigen spinnt, es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen und auf ihrem Weg verbrannte Erde hinterlassen soll. Behauptungen einem befreundeten Ehepaar gegenüber hätten gar vor Gericht geführt und in einer Unterlassungserklärung geendet, die Schilling unterzeichnen musste (unzensuriert berichtete).

„Gemurkse und Gefurze”

Wie zu erwarten, machte die grüne Parteispitze in der Pressekonferenz ihr Postergirl zum Opfer einer angeblich „hemmungslosen Kampagne“. Parteichef Werner Kogler ortete „sexistische Hintergründe“ und bezeichnete Schilling als „ junge, kompetente und engagierte Frau“ (ihre Kompetenz als EU-Spitzenkandidatin hat Schilling bereits unter Beweis gestellt, als sie etwa Norwegen als Mitglied in der EU wähnte.) Die Grünen seien nicht hierhergekommen, um sich von einem „anonymen Gemurkse und Gefurze“ aufhalten zu lassen, so Kogler. Nur zu dumm, dass dieses „anonyme Gemurkse und Gefurze“ aus den eigenen Reihen stammt und der Standard nicht gerade als frauen- oder linksfeindlich gilt.

Klubobfrau Sigrid Maurer sprach von einer „Schmutzkübel-Kampagne“. Auf die konkreten Vorwürfe wolle man aber nicht eingehen, da man keine Gerüchte kommentieren möchte.

Kein Rücktritt

Sowohl Kogler als auch Schilling schlossen einen Rücktritt von der Kandidatur aus. Über private Dinge wollte sich Schilling nicht äußern, weil sie „keine politische Relevanz“ hätten. Anhand von Gerüchten und Behauptungen werde versucht, ihren Charakter infrage zu stellen. Was sie angeblich gesagt oder getan habe, hätte aber nichts mit Politik zu tun.

Viele Menschen außerhalb der grünen Blase sehen das allerdings anders.

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