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Herbert Kickl / 3.3.2022

Mückstein wäre federführend für eine unverzeihliche Spaltung in der Gesellschaft verantwortlich, sagte FPÖ-Parteichef Herbert Kickl heute, Donnerstag, in einer Pressekonferenz.

3. März 2022 / 17:42 Uhr

Kickl: „Rücktritt von Mückstein schaut aus wie Flucht aus der Verantwortung“

So kurz wie seine Amtszeit (diese dauerte nur knapp ein Jahr) war auch die Rücktritts-Pressekonferenz des grünen Gesundheitsministers Wolfgang Mückstein heute, Donnerstag, am Nachmittag. FPÖ-Parteichef Herbert Kickl sagte in einer ersten Reaktion ebenfalls am Donnerstag vor der Presse, dass der Abgang Mücksteins aussehe wie eine Flucht aus der Verantwortung.
Mückstein: „Kann nicht mehr 100 Prozent leisten“
Schon heute Vormittag hatte sich Kickl in einer Aussendung die Frage gestellt, dass man bereits gespannt sein dürfe, was als offizieller Grund für die Mückstein-Ablöse bekanntgegeben werde. Wörtlich meinte er:

Wird es wie bei seinem Vorgänger Anschober Überlastung sein? Werden es Anfeindungen und Drohungen sein, wie sie schon Ex-Arbeitsministerin Aschbacher vorgeschoben hat? Oder darf Mückstein eine geänderte Lebensplanung als Grund für seinen Abschied verkünden?

Tatsächlich führte Mückstein dann ein bisschen von allem ins Treffen. Man könne den Job nur ausüben, wenn man täglich 100 Prozent leiste. In den vergangenen Wochen habe er gemerkt, dass er nicht mehr 100 Prozent leisten könne und sei damit seinen eigenen Anforderungen nicht gerecht geworden.
„Konnte Haus nur noch unter Polizeischutz verlassen“
Die Bedrohungen seien für ihn und seine Familie belastend gewesen. Mückstein bezog sich dabei auf die Drohungen etwa von Impfgegnern. Wenn man das Haus nur noch unter Polizeischutz verlassen könne, halte man das nicht lange aus, so Mückstein weiter.
„Verantwortung nicht wie Mantel an der Garderobe abstreifen“
Zur neuerlichen Personal-Rochade in der Bundesregierung, in der der Vorarlberger Verkehrslandesrat Johannes Rauch als Nachfolger Mücksteins gehandelt wird, sagte Kickl, dass dies eine Beleidigung der Intelligenz der Österreicher sei. Der Rücktritt schaue aus wie eine Flucht, Mückstein stehle sich aus der Verantwortung, die er nicht abstreifen könne wie einen Mantel an der Garderobe.
Unverzeihliche Spaltung der Gesellschaft
Was Mückstein nicht verinnerlicht habe, als er das Amt des Gesundheitsministers angetreten hatte, sei, dass er gerade in herausfordernden Zeiten für alle Österreich da zu sein habe. Er sei aber im Gegenteil für die unverzeihliche Spaltung der österreichischen Gesellschaft federführend verantwortlich. Und Mückstein, so Kickl, habe diese Problematik bis zum heutigen Tag nicht begriffen:

Bei seiner Rücktritts-Pressekonferenz hat Mückstein gesagt, dass sieben von zehn Österreichern das Richtige gemacht hätten, weil sie sich impfen ließen. Damit hat er die Spaltung weiter betrieben.

Kickl fordert als „leidender Österreicher“ Neuwahlen
Wenn die Regierung jetzt ein neues Gesicht als Gesundheitsminister präsentiere, könne man trotzdem nicht zur Tagesordnung übergehen und vergessen, was sie in den vergangenen Jahren der Bevölkerung angetan habe, betonte Kickl. Als einzigen Ausweg aus der Regierungskrise, wo kein Regierungsmitglied mehr dem anderen vertrauen würde, nannte der FPÖ-Chef den Rücktritt der gesamten Regierungsmannschaft und Neuwahlen. Das, so Kickl, sage er nicht aus parteitaktischen Überlegungen, sondern als „leidender Österreicher“.

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