Respekt-Net: Geldbeschaffungssystem für linke Projekte mit 2,3 Millionen Euro Sammelvolumen.

Bild: geralt / pixapay / CC0
Zivilgesellschafts-Plattform „Respekt-Net“ macht Politik mit Andeutungen und 2,3 Millionen Euro

Nach außen gibt sich die Plattform „Respekt-Net“ nicht parteipolitisch, wie die Präsidentin Bettina Reiter formuliert:

Respekt.net ist bekannt und hat einen guten Ruf – das liegt vor allem wohl an der strikten und unnachgiebigen parteipolitischen Abstinenz unseres Vereins. Wir sind politisch, aber nicht parteipolitisch.

Dann geht’s aber gleich zur Sache, wenn man andeutet, dass das Zusammenleben nicht mehr so einfach und gemütlich in Österreich sei, was wohl eine Anspielung auf die erfolgreiche Politik der leider durch die Kurz-ÖVP gestürzten türkis-blauen Bundesregierung sein soll:

Dieses Zusammenleben ist nicht mehr so einfach und gemütlich wie noch vor zwei Jahren.Früher konnten wir uns als eine Initiative verstehen, die sich um die Verbesserung von grundsätzlich solide und gut aufgestellten demokratischen Verhältnissen kümmern wollte: selbst machen und nicht sudern.

Respekt-Net diagnostiziert Niedertracht und Gemeinheit

Respekt-Net diagnostiziert dann gar Niedertracht und Gemeinheit, Gefühlsroheit und offenen Rechtspopulismus. Liest man die folgenden Zeilen, dann weiß man, woher der „nicht parteipolitische Wind“ weht:

Jetzt schaut unser Land anders aus. Wir sind längst aus dem Wundern heraußen, was alles schon geht und wie diese „geht schon“-Grenze täglich weiter in Richtung Niedertracht und Gemeinheit, Gefühlsrohheit und offenen Rechtspopulismus verschoben wird.

Wir haben zunehmend den Druck gespürt, aus den NGOs, aus den privaten Flüchtlingsinitiativen, von den Freundinnen und Freunden, die in einer Partei tätig sind. Und von den vielen vernünftigen und nachdenklichen Freundinnen und Freunden, von unseren Kindern und ihren Freunden, von allen, die wir kennen und die dieses Land bewohnen und es besser machen wollen; die sich mit dem Neusprech der eben abgewählten Regierung nicht abfinden wollen und schon gar nicht mit der Gefährdung der Gewaltenteilung und der Infragestellung der Europäischen Menschenrechtskonvention, die unter dieser Regierung möglich wurden.

Dass man in den letzten zehn Jahren 2,3 Millionen Euro gesammelt und in Projekte wie etwa einen „Kautionsfonds“ für die Schaffung von Wohnraum für Asylanten gesteckt hat, zeigt woher der gesellschaftspolitische Wind weht.

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