Einkaufssamstag: Handelsverband verurteilt linke Anti-Regierungsdemonstration | Unzensuriert.at

Einkaufssamstag: Handelsverband verurteilt linke Anti-Regierungsdemonstration

Die Mariahilferstraße blieb diesmal von der Anti-Regierungsdemo verschont, dafür musste die Burggasse leiden. Foto: Gugerell / Wikimedia (CC-Zero)
Die Mariahilferstraße blieb diesmal von der Anti-Regierungsdemo verschont, dafür musste die Burggasse leiden.
Foto: Gugerell / Wikimedia (CC-Zero)
16. Dezember 2018 - 9:13

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Gegen linke Aufmärsche und Demonstrationen, die den vorweihnachtlichen Frieden und das Besuchserlebnis der Wiener Einkaufsstraßen stören, wendet sich jetzt der Österreichische Handelsverband (HV). Vor allem durchwachsene Umsatzprognosen des Einzelhandels für das Gesamtjahr 2018 und das Weihnachtsgeschäft alarmieren die Verantwortlichen im HV. Rainer Will, Geschäftsführer der Interessensorganisation, und Stefan Mayer-Heinisch, HV-Präsident, machen ihrem Ärger Luft im Zusammenhang mit einer Anti-Regierungsdemonstration am dritten Einkaufssamstag:

Der Ring wurde heuer mittlerweile zum 80. Mal gesperrt. Gut eine Woche vor Weihnachten kann man von einem Amazon-Förderungsprogramm sprechen. Es muss einfach eine bessere Lösung als die gegenwärtige geben. Etwa eine ausgewogene Novellierung des Versammlungsgesetzes, ohne dabei demokratische Grundwerte einzuschränken, aber auch ohne alle Freiheiten auf Kosten einiger Händler völlig ungeregelt auszuleben.

Vor allem Amazon würde sich über Demos freuen

In diesem Zusammenhang erwähnen die HV-Funktionäre, dass sich vor allem Amazon und andere internationale Bestell- und Versandplattformen freuen würden, wenn die Konsumenten wegen Behinderung durch Demonstrationen nicht vor Ort im Geschäft, sondern online kaufen würden:

Regelungen, die zahllose Demos etwa am Ring oder in der Mariahilfer Straße zulassen, erschweren das Überleben zusätzlich und sorgen auch bei den Konsumenten zurecht für Verärgerung. Darüber hinaus befeuern sie die Dominanz der großen eCommerce Plattformen wie Amazon und sorgen für einen Kaufkraftabfluss ins Ausland.

Der Handelsverband geht aktuell auch gegen Amazon wegen Wettbewerbsverletzungen bei der Bundeswettbewerbsbehörde bzw. dem Kartellgericht vor.

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