Für Flüchtlinge sollen Nikoläuse sich bei Geschenken nicht lumpen lassen.

Bild: Albärt / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
„Nikolausfeier für Flüchtlinge“: Es „darf“ gespendet werden – aber bitte nur Neuwertiges

Zu den wohl am meisten verbreiteten Irrtümern rund um sogenannte Flüchtlinge gehört der Glaube, dass es sich hier um durchwegs arme und mittellose Personen handelt, die für jede milde Gabe dankbar wären. Das mag vielleicht daran liegen, dass die Medien, um Mitleid zu erregen, überwiegend Bilder von zweifellos sicher existierenden „armen Teufeln“ unter den Einwanderern präsentieren. Der in Markenkleidung angezogene und mit dem teuersten iPhone ausgestattete „Schutzsuchende“ findet sich eher selten in der Berichterstattung.  

Medien verbreiten Mär vom „armen Schutzsuchenden“

Dieser unausgewogenen Berichterstattung ist es zu verdanken, dass gutgläubige Wohltäter ihre Sachspenden vielfach gar nicht erst loswerden. Und wenn doch, werden die Gaben rasch „entsorgt“. Dem Autor dieser Zeilen ist ein Mitarbeiter des Wiener Westbahnhofes bekannt, der zu berichten wusste, wie mit Sachspenden verfahren wurde, die gutgläubige Helfer 2015 den damals von Ungarn nach Bayern massenhaft geschleppten Personen beim Zwischenstopp in Wien überreichten. Die Gaben wurden nach der Abfahrt aus den Zügen geworfen.

Nur neue Sachspenden erwünscht

Um derartigen Missverständnissen gleich im Vorfeld zu begegnen, stellt der „Ökumenische Freundeskreis Asyl“ in Berkheim (Baden-Württemberg) bereits in einem Spendenaufruf klar, wie allfällige Sachspenden beschaffen sein sollen: „Es sollen nur neue Sachen geschenkt werden.“ (Fettdruck im Original) Und die Spenden „dürfen“ im katholischen oder evangelischen Pfarrbüro abgegeben werden, damit „jeder vom Nikolaus ein persönliches Geschenk erhält, um so ein bisschen Freude in den tristen Flüchtlingsalltag zu bringen“, heißt es auf der Webseite der Kirchengemeinde. Dass man auch entsprechende Feiern für bedürftige Einheimische veranstaltet, liest man dort nicht. Dafür gibt’s im Sommer auch ein Grillfest – ebenfalls für Flüchtlinge. Und wöchentlich Teenachmittage für Frauen.

Man kann wohl getrost davon ausgehen, dass ohne „Köder“ wohl kaum ein muslemischer Migrant zur „Nikolausfeier für Flüchtlinge“ erscheinen würde.

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