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Sparstift bei ORF trifft Gehörlose und hörbehinderte Menschen.

Sparstift bei ORF trifft Gehörlose und hörbehinderte Menschen.

Betroffene: Staatsfunk diskriminiert gehörlose Menschen durch Kürzungen

Ausgerechnet bei Untertitelungen und Audiodeskription setzt der von SPÖ-Genossen Alexander Wrabetz geführte öffentlich-rechtliche Rundfunk den Sparstift an. Dies ist für den Österreichischen Gehörlosenbund (ÖGLB), der von der ehemaligen grünen Behindertensprecherin Helene Jarmer geführt wird, eine medien- und behindertenpolitische Kriegserklärung:

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Der Zugang zu Information ist eine unverzichtbare Voraussetzung für ein selbstbestimmes Leben, eine unabhängige Meinungsbildung und für politische Partizipation. Der öffentlich -rechtliche Rundfunk ist verpflichtet, die Barrierefreiheit seiner Sendungen zu gewährleisten.

450.000 Menschen nutzten Untertitel – jetzt sollen sie wegkommen

Obwohl nicht weniger als 450.000 Menschen das Untertitelservice des ORF nutzen, wird diese Unterstützung jetzt weiter zurückgefahren, wie der ÖGLB veröffentlicht hat:

Zwar nutzen zwischen 400.000 und 450.000 Menschen die Services der ORF-Untertitelung, doch der Umfang des Angebots ist rückläufig: 2017 waren auf ORF 1 70,36% , auf ORF 2 72,49%, auf ORF III 37,16% und auf ORF Sport Plus lediglich 2% der Inhalte untertitelt. Sendungsinhalte mit ÖGS-Dolmetsch sind von 461 Stunden im Jahr 2015 auf 353 Stunden im Jahr 2017 zurückgegangen.

Nun plant der ORF Einsparungen ausgerechnet in der für Barrierefreiheit zuständigen Abteilung im Ausmaß von 300.000 Euro – bei Untertitelung und Audiodeskription.

Und diese „Reformen“ werden umgesetzt, obwohl genügend Betroffene für dieses Service vorhanden wären:

In Österreich leben ungefähr 10.000 gehörlose Personen, 500.000 Österreicher*innen haben eine Hörbehinderung und ca. 100 Menschen sind taubblind.

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