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9. November 2012 / 09:15 Uhr

Tschechien entschädigt Kirchen für kommunistische Enteignungen

Die tschechische Koalitionsparteien ODS, Top 09 und VÄ›ci veÅ™ejné haben eine Entschädigung von insgesamt 5,2 Milliarden Euro an verschiedene tschechische Kirchen und Glaubensgemeinschaften beschlossen. Abgegolten werden dadurch die Enteignungen aus der kommunistischen Ära bis 1990. Immerhin 17 Glaubensgemeinschaften sollen beschlagnahmte Immobilien im Wert von 2,9 Milliarden Euro zurückerhalten. Darüber hinaus sollen in einem Zeitraum von 30 Jahren Geldzahlungen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro durchgeführt werden. Im Gegenzug will sich der Staat aus der Finanzierung der derzeit bezahlten Priestergehälter zurückziehen.

Die tschechischen Glaubensgemeinschaften und Kirchen sehen durch die Entschädigung einen Schritt in Richtung „Gerechtigkeit und normale Beziehungen“. Eine außerordentliche Vollversammlung der tschechischen Bischofskonferenz lobte den Kompromiss zwischen den Glaubensgemeinschaften und dem  Staat.  Im korruptionsgebeutelten Tschechien will die katholische Glaubensgemeinschaft mit gutem Beispiel voran gehen. Sie präsentierte einen strengen internen Kontrollmechanismus, um eine verantwortungsvolle Verwaltung des restituierten Vermögens und der laufenden Zuwendungen zu gewährleisten. Ein Expertenteam soll die Gebarung der Diözesen und Ordensgemeinschaften überprüfen.

Kommunisten befürchten Ansprüche der deutschen Vertriebenen

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Heftigen Widerstand leisten die Kommunisten gegen die Restitution des Kirchenvermögens. Einerseits berufen sie sich auf die schwindende Relevanz der katholischen und protestantischen Gläubigen in Tschechien. Aktuell sind nur noch 27 Prozent der tschechischen Bevölkerung römisch-katholisch und 2,3 Prozent protestantisch. 59 Prozent der Tschechen sind konfessionslos. Andererseits versuchen die Kommunisten aber auch, antideutsche Ressentiments zu aktivieren. Sie behaupten nämlich, dass sich die Vertriebenen nach dem Abschluss des Restitutionsverfahrens an die Glaubensgemeinschaften mit Forderungen in zumindest ähnlicher Höhe an Prag wenden werden.

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