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Nordirland wird erneut zum britisch-irischen Schlachtfeld

Nach vielen Jahren der relativen Ruhe im Nordirland-Konflikt wird Belfast erneut zum Schlachtfeld zwischen britischen Unionisten und irischen Nationalisten. Grund dafür ist der „Flaggenerlass“ der Stadtverwaltung der nordirischen Hauptstadt Belfast. Bereits die vierte Nacht seit dem Jahreswechsel halten militante Demonstranten Polizei und Stadtverwaltung in Atem.

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Belfast will den Union Jack nicht mehr täglich hissen

Bisher wurde die britische Flagge täglich gehisst. Die irisch-katholische Stadtratsmehrheit hat jedoch Ende 2012 beschlossen, dass nur noch an 17 Feiertagen im Jahr auf öffentlichen Gebäuden der Union Jack wehen darf. Gegen diesen Beschluss protestieren die pro-britischen Unionisten. Sie sehen dies als ersten Schritt zur Durchsetzung einer Wiedervereinigung mit Irland. Diese wird von ihnen scharf abgelehnt.

Im Zuge des Protests gegen den Flaggenerlass attackierte eine Gruppe militanter Unionisten am späten Sonntagabend mit Stahlbarrieren, Steinen, Feuerwerkskörpern und Flaschen Polizisten, die in Belfast patrouillierten. Bisher wurden im Rahmen der Ausschreitungen 52 Polizisten verletzt. Darüber hinaus wurden 70 Aktivisten festgenommen, 47 davon müssen sich strafrechtlich verantworten.

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