Mistral-Hubschraubträger muss in der Werft demontiert werden.

23. September 2015 / 14:00 Uhr

Französische Mistralhubschrauberträger werden demontiert

Nach der durch die Russlandsanktionen hervorgerufenen Vertragsauflösung zwischen Moskau und Paris über zwei Mistralhubschrauberträger folgt deren Demontage. In der französischen Schiffswerft Saint-Nazaire hat der Abbau der Schiffsinfrastruktur begonnen. Betroffen sind Raketen- und Artillerielenkwaffensysteme sowie die Kommunikationstechnik und die Heckteile der Schiffe. Abgebaut wird unter russischer Aufsicht, da Logistik und Heckteile in Russland hergestellt wurden bzw. nach dortigen Maßplänen montiert und ausgestattet wurden.

Während der Schaden für die französische Rüstungsindustrie bzw. den Staat  insgesamt bei zwei Milliarden Euro liegen dürfte, wird der Gegenwert der abzubauenden Ausrüstungsgegenstände bei 50 Millionen Euro. Ein Weiterverkauf der Rumpfkonstruktion durch Frankreich kann ebenfalls nur mit Zustimmung Russlands an Dritte erfolgen.

Russland bekommt eine Milliarde Abfindung für Vertragsauflösung

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Allein die Vertragsauflösungssumme die Frankreich an Russland zu bezahlen hat, beläuft sich auf eine Milliarde Euro. Für den französischen Staatspräsidenten Francois Hollande und seine sozialistische Regierung ist es ein massiver wirtschaftspolitischer Gesichtsverlust gegenüber Russland, aber auch anderen Handelspartnern. Den Ausstieg hatte deshalb auch der ehemalige christdemokratische Präsident Nicolas Sarkozy massiv kritisiert. 

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