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Die Zahlen sprechen Bände: Etwa die Hälfte der Syrern, Afghanen und Iraker hatte im vergangenen Jahr keine Arbeit (Symbolbild).

Die Zahlen sprechen Bände: Etwa die Hälfte der Syrern, Afghanen und Iraker hatte im vergangenen Jahr keine Arbeit (Symbolbild).

Fast jeder zweite Syrer, Afghane, Iraker ohne Arbeit

Fast jeder Zweite aus Afghanistan, Syrien und dem Irak war 2025 nicht erwerbstätig. Besonders groß ist die Lücke zwischen Männern und Frauen. Die Bundesregierung will ab 2027 stärker auf Deutsch, Arbeit und verbindliche Integrationsmaßnahmen setzen.

Die Quote liegt bei 50,6 Prozent

Die Zahlen aus dem Jahrbuch „Migration & Integration 2026“ sind eindeutig: Vier von zehn Syrern, Afghanen und Irakern im erwerbsfähigen Alter gingen keiner Arbeit nach. Die neuesten Zahlen von Statistik Austria weisen für 2025 eine Erwerbstätigenquote von 50,6 Prozent bei Menschen mit Migrationshintergrund aus diesen drei Herkunftsländern aus. Das bedeutet: Knapp die Hälfte war nicht erwerbstätig.

Besonders große Lücke zwischen Männern und Frauen

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Hinter dem Gesamtwert steht ein deutlicher Unterschied nach Geschlecht: 2025 waren 64,6 Prozent der Männer aus den drei Herkunftsgruppen erwerbstätig, aber nur 28,9 Prozent der Frauen. Der ÖIF wies für 2024 ebenfalls auf eine niedrige Erwerbstätigkeit von Frauen hin: Damals lag die Quote für die gesamte Gruppe bei 44 Prozent, bei Frauen bei 24 Prozent.

Regierung plant verpflichtendes Integrationsprogramm

Die Bundesregierung will ab 2027 Deutsch, Werte und Arbeit stärker als verbindliche Bestandteile der Integration verankern. Der Entwurf für das Integrationspflichten-Gesetz ist am 23. Oktober im Nationalrat eingelangt. Die Begutachtungsfrist läuft bis zum 12. November. Das Vorhaben ist damit noch nicht beschlossen.

ÖVP-Integrationsministerin Claudia Bauer begründet den geplanten Kurs mit mehr Verbindlichkeit. „Integration bedeutet, Teil unserer Gesellschaft zu werden, sei es in der Schule, in der Arbeit oder im alltäglichen Leben“, sagte sie bei der Vorstellung des Statistischen Jahrbuchs 2026. Zugleich verwies sie auf knapp 13.000 unentschuldigte Kursabbrüche im Vorjahr.

Sanktionen sind Teil des Entwurfs

Der Gesetzesentwurf sieht ein verpflichtendes Integrationsprogramm mit den Schwerpunkten Deutsch, Werte und Erwerbstätigkeit vor. Bei Verstößen sollen Sanktionen möglich sein. Wie die endgültigen Regeln aussehen, hängt vom weiteren Gesetzgebungsverfahren ab.

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