Viele Pensionisten bekommen im November weniger Geld – denn sie müssen jetzt auch noch die E-Card-Gebühr zahlen. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz nimmt die Belastung zum Anlass für scharfe Kritik: Die Regierung müsse nach diesem „sozialen Offenbarungseid“ zurücktreten, lautet seine Forderung.
Neue Gebühr wird im November eingehoben
Das Serviceentgelt betrifft das Beitragsjahr 2027 und beträgt 26,85 Euro. Es wird einmalig von der November-Pension einbehalten. Laut Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) werden rund 1,5 Millionen Pensionisten zahlen; bestimmte Gruppen, darunter Menschen mit Ausgleichszulage und Personen, die wegen sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind, bleiben ausgenommen.
Neue Kosten trotz erhöhtem Beitrag
Schnedlitz sieht die Gebühr in einer Reihe mit dem bereits erhöhten Krankenversicherungsbeitrag. Dieser stieg für die meisten Pensionisten im Juni 2025 von 5,1 auf sechs Prozent der Bruttopension; für Bezieher einer Ausgleichszulage galt die Erhöhung ab Jänner 2026.
Streit auch über Leistungen der ÖGK
Zusätzliche Kritik kommt von den Grünen. Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner verweist auf Änderungen bei ÖGK-Leistungen, darunter den Wegfall des Familienzuschlags zum Krankengeld sowie höhere Selbstbehalte beim Zahnersatz. Er hält die schrittweise Senkung der Rezeptgebühren-Obergrenze nicht für einen ausreichenden Ausgleich.
Der PVÖ lehnt die neue Gebühr ebenfalls ab, warnt aber zugleich vor falschen Darstellungen: Die 26,85 Euro würden einmal jährlich abgezogen, nicht jeden Monat; zudem seien nicht alle Pensionisten betroffen.
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