Die ganze Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und Neos hat Riesenschaden aus der Diskussion um Andreas Babler (SPÖ) genommen. Im Gegensatz dazu profitiert die FPÖ mit Herbert Kickl wie noch nie. Und obwohl die Regierung immer unbeliebter wird, will ÖVP-Kanzler Christian Stocker an der Koalition festhalten – und er nimmt damit das Risiko auf sich, in den Bundesländern „Denkzettel-Wahlen“ zu erleben.
Kickl bei Krone-Umfrage bei 40 Prozent
Eine Umfrage jagt die andere, aber das Bild ist immer das gleiche: An der Spitze thront Herbert Kickl, dahinter gibt es nur Verlierer. So ist es auch bei der Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) im Auftrag der Kronen Zeitung, die heute, Sonntag, präsentiert wurde. Die FPÖ kommt demnach auf 40 Prozent (+11), die ÖVP auf 19 (-7), die SPÖ auf 13 (-8) und die Neos auf sieben (-2). Nur die Grünen (14, +6) und die KPÖ (5, +3) können zulegen. Bei der Umfrage der Lazarsfeld-Gesellschaft für Oe24 erreichten die Blauen sogar 41 Prozent.
„Stocker für Neuwahlen zu feig“
IFDD-Chef Christoph Haselmayer sagte – wie berichtet – vor wenigen Tagen, dass Stocker zu feig sei, um Neuwahlen auszurufen. Der Druck auf die Bundesregierung könne sich bei den Landtagswahlen entladen, „da kann man zur ÖVP nur sagen, viel Spaß und gute Laune“.
Bollwerk gegen Blau bröckelt
Würden diesen Sonntag Nationalratswahlen stattfinden, würde Herbert Kickl mehr Wähler erreichen als die drei Regierungsparteien zusammen. Allein das zeigt schon, wie unbeliebt die Verlierer-Ampel ist. Und es zeigt einmal mehr, dass das schwarz-rot-pinke Bollwerk gegen Blau schon längst zum Bröckeln begonnen hat.
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