Das Leben des Jugendsozialforschers Bernhard Heinzlmaier wurde – gelinde ausgedrückt – ungemütlicher, als er sich als FPÖ-Wähler zu erkennen gegeben hat. Gestern, Freitag, verriet er im Rahmen eines Vortrags vor AfD- und FPÖ-Politikern im Parlament ein bisher gehütetes Geheimnis:
Meine Kinder heißen anders, sonst hätten sie im Vorhinein einen Nachteil.
„Als die SPÖ plemplem wurde“
Tatsächlich hätte sich Heinzlmaier im Leben gemütlicher einrichten können – und zwar als SPÖ-Mitglied, das er jahrzehntelang (42 Jahre) gewesen ist. Doch dann sagte er live auf ServusTV, sich zu überlegen, Herbert Kickl zu wählen, „weil er der einzige integre Politiker in Österreich ist“. Wörtlich meinte er später bei einer Veranstaltung:
Ich habe als Wähler von der SPÖ zur FPÖ konvertiert, als die Sozialdemokraten plemplem wurden.
Aus Unis gejagt, von Staatsanwalt verfolgt
Als er sich als Blauer zu erkennen gab, wurde ihm einiges angetan. Man habe ihn aus allen Unis verjagt und die Staatsanwaltschaft brauchte ein Jahr, um festzustellen, dass es nach sechs Anzeigen (!) wegen Tragens eines T-Shirts, das den Linken nicht passte, keinen Anfangsverdacht einer verbotenen Tat gibt.
Selbstdarstellungs-Gesellschaft
Bei seinem Vortrag im Parlament, bei dem es um das Thema „Work-Life-Balance oder Karriere? Wie man junge Menschen zu mehr beruflichem Engagement motiviert“ ging, sprach er viel über seine Töchter, die in einer Selbstdarstellungs-Gesellschaft aufwachsen würden, in der es wichtiger sei, sich zu verkaufen, als kompetent zu sein.
Heinzlmaier kritisierte das ideologisierte Bildungssystem, das er in einem bemerkenswerten Satz zusammenfasste:
Du schickst einen ganz normalen Menschen an die Uni und dann kommt er als Volltrottel wieder heraus.
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