Zum Inhalt springen
Mit einer Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt machten die Polizisten auf ihren Unmut über das neue Dienstzeitmodell aufmerksam.

Mit einer Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt machten die Polizisten auf ihren Unmut über das neue Dienstzeitmodell aufmerksam.

Aufstand der Polizisten wirkte: ÖVP-Minister Karner rudert mit Dienstzeitmodell zurück

ÖVP-Innenminister Gerhard Karner muss mit seinem Dienstzeitmodell (DZM) für die Polizei zum Teil zurückrudern. Der Aufstand der Polizisten samt Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt (unzensuriert berichtete) zeigte also Wirkung. 

Politische Anzeige

POLITISCHE ANZEIGE des FREIHEITLICHEN PARLAMENTSKLUBS. Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

Erkenntnisse aus dem Probebetrieb

In einem Brief an die „geschätzten Kolleginnen und Kollegen“ räumte Karner Fehler ein. In den fünf Probebetrieben in Linz, Gänserndorf, Bregenz, Leibnitz und Wien-Brigittenau wäre er über Unzulänglichkeiten informiert worden. Daher gäbe es Änderungen bezüglich des 24-Stunden-Dienstes sowie bei der Planung für den monatlichen Dienstplan.

Ein Sarg vor dem Bundeskanzleramt

Politische Anzeige

POLITISCHE ANZEIGE der FPÖ. Weitere Informationen: Transparenzbekanntmachung

Bei dem Protest gegen das DZM am 23. September vor dem Bundeskanzleramt hatten sich Polizistinnen und Polizisten beschwert, dass es in Zukunft weniger Bezahlung, weniger Freizeit und weniger Sicherheit für die Menschen geben werde, wenn Karner seine Vorstellungen umsetzt. Um zu symbolisieren, dass die Sicherheit für die Österreicher stückchenweise zu Grabe getragen wird, wurde vor dem Regierungssitz ein Sarg platziert. 

„Karner ist beratungsresistent“

Trotz Rückruderns von Karner sehen sich die Exekutivbeamten noch lange nicht am Ziel. Sie werfen dem ÖVP-Minister „Beratungsresistenz“ vor. Andreas S. sagte in einem Kommentar auf Facebook, dass der Innenminister abdanken solle – „der kennt sich ja nicht aus! Nur Fotos machen ist zu wenig“. Herbert O. fragte sich, „wo ist jetzt die bessere Planbarkeit, wenn ich erst am 25. weiß, wie ich nächsten Monat arbeite? Wie soll man sich da Arzt- und Werkstättentermine oder Familienfeiern ausmachen?“

Die Gewerkschaft AUF-Polizei schrieb in einem Posting:

Setzen Sie sich endlich mit uns zusammen und erarbeiten Sie gemeinsam ein wirklich modernes und familienfreundliches Dienstzeitsystem, welches natürlich nur gemeinsam mit einer echten Aufnahmeoffensive und Besoldungsreform (Stichwort: Höheres Grundgehalt) kommen kann.

Das könnte Sie auch interessieren:

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teilen Sie diesen Artikel

Wie finden Sie diesen Artikel?

Klicken zum Abstimmen

Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal: