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Nach Ex-Kanzler Christian Kern versucht es jetzt Gerhard Zeiler (rechts), die SPÖ von Andreas Babler (links) zu übernehmen.

Nach Ex-Kanzler Christian Kern versucht es jetzt Gerhard Zeiler (rechts), die SPÖ von Andreas Babler (links) zu übernehmen.

Staplerfahrer gegen Millionär: Fällt Babler einem Putsch zum Opfer?

„Ich bin der Richtige“, ließ Medienmanager Gerhard Zeiler via Kronen Zeitung keinen Zweifel daran, dass nur er es sein könne, der die SPÖ aus dem historischen Tief herausführen kann. Satirisch sieht das Die Tagespresse, die meint: „71-jähriger Millionär will sich Lebensabend versauen“.

Seit heute, Freitag, ist klar: Der frühere ORF-Generaldirektor Gerhard Zeiler will SPÖ-Chef werden. Für die Roten wäre das eine Trendumkehr: Die Führung der Genossen würde von einem selbsternannten Marxisten zu einem reichen Manager wechseln. Ein Schlag ins Gesicht mancher Basis-Roten, die Leute wie ihn zum politischen Feindbild erkoren haben. 

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Ist Zeiler in der SPÖ gewollt?

Daher stellt sich die Frage aller Fragen: Wagt die SPÖ den Sprung vom Staplerfahrer (Andreas Babler) zu einem Millionär (Gerhard Zeiler)? „Ich habe noch nie in meinem Leben wo gearbeitet, wo ich nicht gewollt bin“, sagte Zeiler der Krone. Die Roten müssten daher sagen: „Ist Gerhard Zeiler gewollt oder ist er nicht gewollt?“

Geheime Gespräche im Vorfeld

Aufgrund von Umfrage-Ergebnissen der SPÖ rund um die 15 Prozent ist bei den Roten Feuer am Dach. Die Gespräche von Zeiler mit dem Kärntner Landeshauptmann Daniel Fellner und dessen Pendant im Burgenland, Hans Peter Doskozil, die öffentlich wurden, deuten wohl darauf hin, dass die Länderchefs dem Treiben nicht mehr länger tatenlos zusehen möchten. 

Muss Zeiler Unterschriften sammeln?

Doch wie kommt Zeiler an die SPÖ-Spitze? Durch einen Putsch? Wenn es nach den Parteistatuten zugeht, müsste der Millionär erst einmal Unterschriften sammeln. Hat er diese 1300 bis 1500 Unterschriften von Mitgliedern zusammen, kann Zeiler bei einem Parteitag als SPÖ-Vorsitzender kandidieren. Allerdings jeder andere in der Partei auch. Will er sich diesen Spießrutenlauf ersparen, müsste er im Parteivorstand eine einfache Mehrheit der 47 Vorstandsmitglieder davon überzeugen, einen Sonderparteitag abzuhalten. 

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