Am Samstag um 15 Uhr soll vor dem Bundeskanzleramt das weitgereiste Riesenbanner der European Shield Tour ausgebreitet werden. Treffpunkt ist der Ballhausplatz in Wien. Die achte Station der Tour trägt denselben Satz, den die Organisatoren durch halb Europa tragen: „Remigration saves Europe“.
Bürgerinitiative, die Brüssel nicht wollte
Der Save Europe Act ist eine von Eva Vlaardingerbroek und Martin Sellner Ende Mai gestartete patriotische Bürgerkampagne für ein Moratorium bei nichtwestlicher Zuwanderung, mehr Abschiebungen und ein europäisches Remigrationssystem. Die EU-Kommission verweigerte im Juli die Registrierung als Europäische Bürgerinitiative mit dem Argument, das Vorhaben sei diskriminierend und nicht mit „den EU-Werten vereinbar“.
Die Organisatoren machten trotzdem weiter, sammelten laut Kampagnenzähler Hunderttausende Unterschriften und schicken das Banner durch die Städte. Sellner nennt das die größte patriotische Kampagne, die er je erlebt habe:
Wir sind in 15 Ländern aktiv, in 80 Städten (…) Es reicht nicht nur, alle paar Jahre wählen zu gehen. Wir müssen gemeinsam die Macht, die wir haben, entfesseln.
Wien als Lehrstück
Die Kampagne selbst begründet den Wiener Stopp mit zwei Punkten, die sich nachprüfen lassen. An den öffentlichen Mittelschulen der Bundeshauptstadt stellen muslimische Schüler 49,4 Prozent, an den öffentlichen Pflichtschulen insgesamt 42 Prozent.
Und am Kahlenberg in Wien-Döbling steht seit Jahren ein Sockel ohne Statue: Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) erteilte dem fertigen Denkmal für Jan III. Sobieski die Absage, weil sie keine Bühne für „islamfeindliche und antitürkische Ressentiments“ schaffen wolle. Nach Ansicht der Aktivisten würde damit die Demokratie der Demographie zum Opfer fallen.
Sichtbarer Widerstand statt Sonntagsrede
Seit dem 1. August tourt das Banner. In Utrecht starteten mehr als 450 Teilnehmer, weitere Stationen folgten unter anderem in Lyon, Barcelona, Madrid und Mailand. In Wien organisiert die Kampagne der Nationalorganisator Jona Lion. Sellner formuliert den Auftrag so: „Wir müssen unseren Widerstand sichtbar machen.“
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