Kaum stand das Denkmal, schon kam die Schändung. Vor der Zentrale von Turning Point USA in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona überzogen zwei Täter die frisch enthüllte Bronzestatue des ermordeten Konservativen Charlie Kirk mit roter Farbe – und strichen auf einem Gedenkschild sogar den Namen Jesu durch.
Farbe am Hals, Kreuz ausradiert
Die acht Fuß hohe Figur des Bildhauers Quintin McCann zeigt Kirk im „FREEDOM“-Shirt, mit Kreuzkette, wie er Baseballkappen ins Publikum wirft. Enthüllt wurde sie am 10. September, genau ein Jahr nach seiner Ermordung. Kirk war am 10. September 2025 während einer Rede an der Utah Valley University in Orem im US-Bundesstaat Utah durch einen Schuss in den Hals getötet worden. Der Angeklagte Tyler Robinson hat sich nicht schuldig bekannt und muss sich wegen Mordes verantworten.
Kurz vor ein Uhr nachts am 13. September schlugen die Täter zu, so das Phoenix Police Department. Rote Farbe lag über Gesicht, Hals, Schulter und Hand. Ein grinsendes Schmollgesicht prangte auf dem Oberkörper. Kirks Gesicht war durchkreuzt. Ein Plakat daneben trug den Satz „May Charlie be received into the merciful arms of Jesus, our loving savior“. „Jesus“ war übermalt, darüber stand nach Angaben von TPUSA-Mann Tyler Bowyer offenbar „Satan“. Die Täter versuchten außerdem, ein Gedenkplakat in Brand zu setzen, und flohen.
„Diabolisch“ und nicht lustig
Bowyer, COO von Turning Point Action, schrieb:
Heute Morgen wurden wir damit konfrontiert, dass radikale Kriminelle unser Hauptquartier verwüstet haben. Sie haben ein Kreuz über Charlies Gesicht gemalt, den Namen „Jesus“ und das Kreuz durchgestrichen und rote Farbe auf seinen Hals gesprüht. (…) Das ist nicht das Land, in dem wir leben wollen. Arizona ist nicht Gotham.
TPUSA nannte die Tat diabolisch. Die Organisation sicherte Wiederherstellung zu und wertet Videoaufnahmen gemeinsam mit der Polizei aus.
Polizei sucht zwei Flüchtige
Die Statue stand am Tag danach bereits wieder gereinigt da, Blumen und US-Flaggen lagen zu ihren Füßen. Festgenommen ist niemand. Phoenix-Polizeisprecherin Mercedes Fortune bestätigte zwei Tatverdächtige. Hinweise nimmt die Polizei entgegen.
