In der ÖVP liegen ohnehin schon die Nerven blank, schon steht womöglich der nächste Skandal ante portas. Die Wirtschaftsbund-Chefs in Niederösterreich wurden von eigenen Parteifreunden angezeigt. Ihnen werden – anonym – „gerichtlich strafbare Handlungen“ vorgeworfen.
Schwere Vorwürfe
Die Vorwürfe wiegen schwer: Wirtschaftsbund-Chef Wolfgang Ecker wird in der Anzeige bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten zur Last gelegt, er habe eine Prüfung der Wirtschaftskammer NÖ durch den Rechnungshof kraft seiner Funktion als Vize-Chef des Rechnungshofausschusses im Nationalrat verhindert. Und Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus wird beschuldigt, nur deshalb in den Nationalrat eingezogen zu sein, nachdem er 200.000 Euro dafür an die Landespartei bezahlt haben soll.
Diffamierungs-Kampagne
Wenige Tage vor der Funktionärs-Wahl am Donnerstag gibt es also diese anonymen Verdächtigungen, die das ÖVP-Duo als „schmutzige Kampagne“ sieht. „Die Unterstellungen sind absurd und falsch“, hieß es vonseiten der Beschuldigten gegenüber der Kronen Zeitung, die auch von einer Diffarmierungs-Kampagne sprachen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten prüft jedenfalls einen Anfangsverdacht.Â
