Nicht nur in Sachsen-Anhalt konnte die AfD einen spektakulären Wahlerfolg einfahren, auch auf Bundesebene scheint die Partei kaum zu schlagen sein,

13. September 2026 / 18:25 Uhr

Mit Abstand stärkste Kraft: AfD liegt neun Punkte vor CDU

Die CDU kommt wieder über die 20-Prozent-Marke. Doch zum Aufatmen gibt es für Kanzler Friedrich Merz wenig Grund: In der aktuellen INSA-Sonntagsfrage liegt die AfD mit 29 Prozent weiterhin neun Prozentpunkte vor der Union.

Damit bleibt die AfD auch in der jüngsten Erhebung klar stärkste Kraft. Die Union kann ihren zuletzt besonders schlechten Wert von 19,5 Prozent zwar leicht verbessern, der große Befreiungsschlag bleibt aber aus.

AfD bleibt deutlich vor der Union

Das Kräfteverhältnis ist damit bemerkenswert stabil. Die AfD kommt laut INSA auf 29 Prozent, während CDU und CSU gemeinsam 20 Prozent erreichen. Zwischen beiden Parteien liegen damit neun Prozentpunkte. Auch andere aktuelle Umfragen bestätigen das schwierige Bild für die Union: Bei Forsa lag die AfD zuletzt bei 28 Prozent und die Union bei 21 Prozent.

Besonders brisant ist der Blick auf die Entwicklung seit der Bundestagswahl. Bei der INSA-Erhebung Anfang September lag die AfD bereits bei 29 Prozent, die Union bei 19,5 Prozent. Der aktuelle Wert bedeutet somit zwar eine kleine Erholung für CDU/CSU, am deutlichen Abstand zur AfD ändert sich dadurch kaum etwas.

SPD bleibt stehen, Grüne legen zu

Hinter den beiden führenden Parteien verändert sich ebenfalls einiges. Die SPD bleibt bei 13 Prozent und kann damit keinen Boden gutmachen. Die Grünen legen hingegen einen Prozentpunkt zu und erreichen 14 Prozent. Linke und FDP bleiben bei zehn beziehungsweise vier Prozent. Das BSW fällt auf drei Prozent und würde damit den Einzug in den Bundestag verpassen.

Für die Regierungsparteien bleibt die Lage damit angespannt. Selbst wenn die Union die psychologisch wichtige Marke von 20 Prozent wieder erreicht, reicht dieser kleine Zugewinn nicht annähernd aus, um die AfD einzuholen. Die jüngsten Zahlen zeigen vielmehr, wie groß die Lücke zwischen Union und AfD derzeit ist.

Merz unter Druck

Für Merz ist das Ergebnis deshalb besonders unangenehm. Erst zuletzt war die Union in einer INSA-Erhebung erstmals in dieser Legislaturperiode unter die 20-Prozent-Marke gefallen. Nun geht es zwar wieder knapp darüber, doch die AfD bleibt mit 29 Prozent weit entfernt von der Union.

Und der Blick über die Bundesebene hinaus macht die Situation für die CDU nicht komfortabler. In Niedersachsen kam die Union in einer aktuellen INSA-Erhebung lediglich auf 22 Prozent und lag damit nur einen Punkt vor der AfD. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt war die CDU zuvor sogar auf 17,2 Prozent abgestürzt.

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