„Nur Idioten können dem Begriff Remigration etwas Positives abgewinnen“ – das meint zumindest der oberösterreichische ÖVP-Landesrat Christian Dörfel. Der Begriff sei lediglich eine „vornehme Umschreibung für ‘Ausländer raus’“, sagte er gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN).
Hunderttausende Menschen beleidigt
Das blieb nicht lange unbeantwortet: Mit dieser Aussage würden pauschal Hunderttausende Menschen beleidigt, die eine konsequente Asyl- und Migrationspolitik befürworten, meint FPÖ-Mandatarin Lisa Schuch-Gubik:
Wer sich für die Abschiebung illegal aufhältiger Migranten, die Rückführung abgelehnter Asylwerber und den Schutz der österreichischen Bevölkerung einsetzt, ist für Dörfel also ein „Idiot“.
Mit dieser „entgleisten Aussage“ offenbare Dörfel „ein erschreckendes Maß an Arroganz gegenüber all jenen Bürgern, die die ausufernde Massenzuwanderung und ihre Folgen nicht länger hinnehmen wollen“. Anstatt die berechtigten Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen, würden diese von der ÖVP auch noch pauschal beschimpft.
ÖVP setzt Diffamierungskurs gegen Kritiker fort
Für Schuch-Gubik ist dies ein weiterer Beweis für die Abgehobenheit der ÖVP: Wer Bürger wegen ihrer Haltung in der Asylpolitik als „Idioten“ verunglimpfe, habe den Bezug zur Realität längst verloren. Die ÖVP setze „damit ihren Kurs fort, Kritiker ihrer gescheiterten Migrationspolitik zu diffamieren, anstatt endlich die Probleme zu lösen“.
